11. Januar 2019 · Quelle:

Aktion gegen Gewalt von Ausländern

Wegen Gewalt in ein­er Neu­rup­pin­er Schule gegen einen 15-Jähri­gen hat eine Pri­vat­per­son für Mon­tag, 14. Jan­u­ar, auf dem Schulplatz zu ein­er Aktion gegen Gewalt von Aus­län­dern aufgerufen. Über die sozialen Net­zw­erke wird auf ähn­liche Fälle ver­wiesen, doch die Polizei demen­tiert.

Auf dem Neu­rup­pin­er Schulplatz soll es am Mon­tag, 14. Jan­u­ar, ab 16 Uhr eine Ver­samm­lung gegen „Gewalt­tat­en von Migranten und Flüchtlin­gen an deutschen Schülern und zum Schutz deutsch­er Kinder vor Aus­län­dern“ geben. Eine Pri­vat­per­son habe das angemeldet, bestätigte gestern Neu­rup­pins Polizeis­precherin Dörte Röhrs.

Zunächst kon­nte eine Lehrerin ein­greifen
Aus­lös­er für die geplante Aktion ist dem­nach ein Vor­fall, der sich am Mon­tag, 7. Jan­u­ar, in der Neu­rup­pin­er Fontaneschule ereignet hat. Dabei hat­te zunächst ein 16-jähriger Tschetsch­ene ver­sucht, einen 15-jähri­gen Schüler zu schla­gen. Das kon­nte eine Lehrerin ver­hin­dern. Doch wenig später soll ein unbekan­nter Tschetsch­ene den 15-Jähri­gen mit der Faust ins Gesicht geschla­gen haben, wobei ein 14-jähriger Deutsch­er Wache ges­tanden haben soll. Laut Polizei wur­den auch die zur Hil­fe geeil­ten Mitschüler von dem Unbekan­nten ver­let­zt, der fliehen kon­nte. Der 15-Jährige ver­brachte wegen Kopf­schmerzen und ein­er Beule am Kopf eine Nacht im Kranken­haus.

Der Fall hat in den sozialen Net­zw­erken für einige Erre­gung gesorgt. Polizeis­precherin Röhrs wider­spricht aber Behaup­tun­gen, dass in Rheins­berg ein „alter, fast blind­er Mann von Aus­län­derkindern ins Koma geprügelt“ wurde. Richtig sei, dass im Mai 2018 ein 82-Jähriger in einem Rheins­berg­er Einkauf­s­markt leicht an der Schul­ter ver­let­zt wurde. „Es wird über­spitzt, drama­tisiert und zu Hass aufgerufen“, so die Polizeis­precherin.

Jugen­damt verurteilt jede Form von Gewalt an Schulen
Wegen des Vor­falls an der Fontaneschule hat sich das Jugen­damt eingeschal­tet. „Wir kön­nen Gewalt an Schulen nicht dulden“, sagt Amt­sleit­er Andreas Liedtke. Die Behörde ste­ht deshalb im Kon­takt mit der tschetschenis­chen Fam­i­lie und will sich auch an die deutsche Fam­i­lie wen­den, dessen Kind Wache geschoben haben soll. „Wir kön­nen keinen Unter­schied zwis­chen deutschen und Kindern ander­er Nation­al­itäten machen“, so der Amt­sleit­er.

Das Aktions­bünd­nis „Neu­rup­pin bleibt bunt“ plant für Mon­tag keine Par­al­lelver­anstal­tung. „Wir wer­den zu dem Fall nicht schweigen, wollen aber nicht reflexar­tig reagieren“, sagte Mar­tin Osin­s­ki. Geplant sei ein Gespräch in der Rei­he „Kommt, wir müssen reden“.

Von Andreas Vogel

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