14. Oktober 2020 · Quelle: gegenrede.info

Angeklagter zieht Berufung zurück

Neuruppin - Ein Prenzlauer Nazi hat gestern vor dem Landgericht Neuruppin seine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Prenzlau zurückgezogen. Damit muss der Mann wegen Körperverletzung für acht Monate ins Gefängnis.

Neu­rup­pin — Ein Pren­zlauer Nazi hat gestern vor dem Landgericht Neu­rup­pin seine Beru­fung gegen ein Urteil des Amts­gerichts Pren­zlau zurück­ge­zo­gen. Damit muss der Mann wegen Kör­per­ver­let­zung für acht Monate ins Gefäng­nis.

Gemein­sam mit dem Recht­sex­trem­is­ten Mar­co M. hat­te er im Juni 2019 einen 24-jähri­gen Syr­er frem­den­feindlich angepö­belt. Der bekam Angst und alarmierte die Polizei. Mar­co Sch. ließ im Prozess seinen Anwalt erk­lären, dass er lediglich ver­hin­dern wollte, dass der Mann die Polizei anruft. Dabei habe er ihm wohl das Handy aus der Hand geschla­gen und ihn verse­hentlich wohl auch im Gesicht getrof­fen.

Der Faustschlag ins Gesicht war somit unstrit­tig. Strit­tig war nur das Motiv. Der Kumpel des Schlägers, Mar­co M., hat­te auch noch ein Mess­er gezo­gen. Zugestochen oder bedro­ht hat er den jun­gen Syr­er damit zum Glück nicht. Deshalb wurde er auch nicht angeklagt. Die Nazis flo­hen anschließend vom Ort des Geschehens.

Im Juli 2002 war Mar­co Sch. gemein­sam mit seinem Brud­er und einem drit­ten Recht­sex­trem­is­ten an der Folterung und Tötung des 16-jähri­gen Mar­i­nus Schöberl in Pot­zlow beteiligt gewe­sen. Anschließend hat­ten sie den Schüler in ein­er Gül­le­grube ver­schar­rt. Dafür und ein­er weit­eren Gewalt­tat gegen einen Flüchtling war er damals zu 15 Jahren Haft verurteilt wor­den. 2016 kam er vorzeit­ig aus der Haft und sollte sich vier Jahre bewähren. Hat er wohl nicht geschafft!

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