25. April 2021 · Quelle: PNN

Demo gegen Kapitalismus in Potsdam dreigeteilt

Potsdam - Mehr als 300 Menschen demonstrierten gegen das Pandemiemanagement und die Zumutungen des Kapitalismus. Kommende Woche soll eine Gegenkundgebung gegen eine geplante Aktion der AfD am 1. Mai stattfinden.

Ohne größere Zwis­chen­fälle haben sich am Sam­stag mehrere hun­dert Men­schen bei der antikap­i­tal­is­tis­chen Demon­stra­tion beteiligt. Und das, obwohl wegen der hohen Coro­na-Werte in Pots­dam derzeit eigentlich nur Ver­samm­lun­gen mit höch­stens 100 Teil­nehmern zuläs­sig sind.

Wie der Aufzug den­noch möglich war, erk­lärte die Polizei am Sam­stagabend. So seien vor Ort schließlich drei Demon­stra­tio­nen angemeldet wor­den, erk­lärte Polizeis­precherin Ari­ane Attrodt: „Diese zogen schließlich mit mehrminütigem Abstand ent­lang der vere­in­barten Aufzugsroute.“

Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut“

Die Polizei war mit rund 200 Beamten im Ein­satz. Ent­lang der Strecke vom Rathaus Babels­berg über die Lange Brücke waren den Angaben nach immer wieder auch Straßensper­run­gen notwendig. Die Polizei bedank­te sich bei betrof­fe­nen Aut­o­fahrern für das Ver­ständ­nis: „Die Ver­samm­lungs­frei­heit ist ein hohes Gut.“

 

Aufgerufen hat­te die Ini­tia­tive „Patient:innen gegen die kap­i­tal­is­tis­che Lei­d­kul­tur“, zen­trale Forderun­gen waren die Umverteilung von Reich­tum, die Senkung von Mieten, die Verge­sellschaf­tung von Kranken­häusern, mehr Kli­maschutz oder eine men­schen­würdi­gere Flüchtlingspoli­tik. „Der Kap­i­tal­is­mus gehört in die Mot­tenkiste“, hieß es im Aufruf zu der Protestaktion.

Zugle­ich kündigten Demoteil­nehmer für kom­mende Woche eine Gegenkundge­bung gegen eine geplante Aktion der AfD am 1. Mai an. Der märkische Lan­desver­band der Recht­spop­ulis­ten will dann am Lust­garten ab 16 Uhr eine Demo zum Tag der Arbeit ver­anstal­ten – unter dem Mot­to: „Sozial ohne rot zu wer­den“. Via Twit­ter erk­lärte die AfD bere­its: „Freut euch auf viele tolle Red­ner aus ver­sch. Bundesländern!“

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