28. April 2022 · Quelle: MAZ

Mehr Ukraine Flüchtlinge als geplant

Potsdam - Inzwischen leben mehr Geflüchtete aus der Ukraine hier, als noch vor einem Monat erwartet. Noch im März, als die Metropolis-Halle zur Flüchtlingsunterkunft wurde, ging die Stadt nach dem Zuweisungsschlüssel des Landes von bis zu 2500 aus.

Inzwis­chen leben mehr Geflüchtete aus der Ukraine in Pots­dam, als noch vor einem Monat erwartet. Noch im März, als die Metrop­o­lis-Halle zur Flüchtling­sun­terkun­ft wurde, ging die Stadt nach dem Zuweisungss­chlüs­sel des Lan­des von bis zu 2500 Geflüchteten aus.

1500 Auszahlun­gen nach Asylrecht

Doch inzwis­chen haben mehr 2686 Men­schen bei der Aus­län­der­be­hörde vorge­sprochen und es wur­den mehr als 2600 dig­i­tale Krankenkassenkarten aus­gestellt. 1741 Anträge auf Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen wur­den gestellt, darauf fol­gten in 1456 Fällen Auszahlungen.

Für die bessere Ver­sorgung öffnet am 30. Mai das städtis­che Ver­sorgungszelt für die ukrainis­chen Flüchtlinge auf dem Bass­in­platz. Dieses “ist vor allem für die Geflüchteten gedacht, die derzeit pri­vat unterge­bracht sind”, sagt Sozial­beige­ord­nete Brigitte Meier (SPD), Lei­t­erin des Ver­wal­tungsstabs Ukraine.

Beratung, Mahlzeit­en, Waschmaschi­nen im Zelt in Potsdam

Das neue Ver­sorgungszelt soll andere helfende Ein­rich­tun­gen und ehre­namtlich arbei­t­ende Organ­i­sa­tio­nen ent­las­ten, zum Beispiel das Frei­land oder den Tre­ff­punkt Freizeit. Dort wer­den Flüchtlinge ab Sam­stag jeden Tag von 12 bis 18 Uhr berat­en, sie kön­nen ihre Wäsche waschen und zwis­chen 16 und 18 Uhr ein Essenspaket abholen. Das Ziel ist laut Meier, bis zum 1. Juni dieses Jahres für die Geflüchteten den Über­gang vom Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz zu Hartz IV zu vol­lziehen. Min­destens bis dahin bleibt das Zelt mit seinen speziellen Beratungsange­boten bestehen.

Meier gehe es außer­dem darum, die Erwartun­gen der Geflüchteten zu drosseln. “Es wird bis 2023 nicht jedem Ukrain­er eine eigene Woh­nung zur Ver­fü­gung ste­hen. Diese irrsin­nig hohe Erwartung­shal­tung müssen wir über alle Kanäle steuern”, sagt Meier.

Betreut wer­den Ange­bote das Ver­sorgungszelt vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). “Wenn wir etwas kön­nen, dann ist das Nothil­fe. In den let­zten Jahren haben wir inten­siv Erfahrung gesam­melt”, erk­lärt Chris­tine Großer, Geschäfts­führerin DRK-Flüchtling­shil­fe. Als beson­dere Schw­er­punk­te will das DRK einen Infop­unkt und ein Tre­f­f­cafés für Geflüchtete einrichten.

Um den Geflüchteten mehr Chan­cen bieten zu kön­nen, kooperiert die Stadt mit dem Job­cen­ter. Die bish­erige Zusam­me­nar­beit mit Fach­bere­ichen des Rathaus­es bilde ein gutes Fun­da­ment, um den Flüchtlin­gen einen guten Über­gang in den Arbeits­markt oder in Aus­bil­dungsplätze sowie in ein Studi­um zu ermöglichen, erk­lärt Thomas Brinck­er, Jobcenter-Geschäftsführer.

Beiträge aus der Region

Pots­dam — Zu den Ergeb­nis­sen der Kabi­nettssitzung teilt die stel­lvertre­tende Regierungssprecherin Katha­ri­na Strauß mit: 
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