21. April 2021 · Quelle: MOZ

Picknick gegen Corona-Auflagen

Fürstenwalde - Rund 70 Menschen haben sich zu einem „spontanen Café“ in Fürstenwalde getroffen. Wiederholung ist trotz Anzeige durch die Polizei nicht ausgeschlossen.
Von „endlich mal was los“ bis „unver­ant­wortlich“ reichen die Reak­tio­nen auf Face­book. Es geht um das „spon­tane Café“ am Platz am Stern in Fürsten­walde. Rund 70 Men­schen hat­ten sich dazu am Son­nta­gnach­mit­tag einge­fun­den, um sich zu unter­hal­ten, Kuchen zu essen und mit ihrer Aktion offen­sichtlich gegen die Coro­na-Aufla­gen zu protestieren. Das zeigen ein Video und Fotos.

Angemeldet war die Aktion nicht

Angemeldet hat­ten die Ini­tia­toren die Aktion nicht. Wed­er beim Ord­nungsamt der Stadt, noch bei der Ver­samm­lungs­be­hörde oder in der Polizei­in­spek­tion sei die Ver­anstal­tung vor­ab bekan­nt gewe­sen, teilen die jew­eili­gen Sprech­er mit. Gegen 15.30 Uhr habe die Polizei Ken­nt­nis von der Zusam­menkun­ft erhal­ten, teilt Polizeis­prech­er Roland Kamenz auf MOZ-Nach­frage mit. „Dem Anschein nach hat­ten sich die Per­so­n­en zusam­menge­fun­den, um gemein­schaftlich eine Mei­n­ung zu bekun­den“, heißt es in sein­er E‑Mail. Beim Ein­tr­e­f­fen der Polizeikräfte hät­ten sich die Anwe­senden umge­hend ent­fer­nt. „Den­noch kon­nte die Iden­tität mehrerer anwe­sender Per­so­n­en fest­gestellt wer­den“, so Kamenz.

Polizei nimmt Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz auf

Weil die Ver­samm­lung nicht vor­ab angemeldet war, nah­men die Polizis­ten eine Anzeige wegen des Ver­dachts eines Ver­stoßes gegen das Ver­samm­lungs­ge­setz auf. Zudem sei das Gesund­heit­samt des Land­kreis­es über Ver­stöße gegen die Eindäm­mungsverord­nung informiert wor­den. Ob Teil­nehmer oder Ini­tia­toren von dort Kon­se­quen­zen zu erwarten haben, ist offen. „Uns liegen bis­lang keine Hin­weise auf die Ini­tia­toren vor. Insofern ergeben sich zunächst kaum Ansatzpunk­te für eine Reak­tion des Land­kreis­es“, teilt Sprech­er Mario Behnke mit.

Menschen spielen Schach, singen und tanzen

„Ich habe nichts damit zu tun“, sagt Andreas Hartkopf, der in der Ver­gan­gen­heit mehrfach Mitor­gan­isator ähn­lich­er Aktio­nen in Fürsten­walde war. Er sei aber am Son­ntag für etwa 30 Minuten mit vor Ort gewe­sen. Nach sein­er Schätzung seien im Schnitt 60 bis 70 Men­schen am Platz am Stern gewe­sen. „Die haben alles selb­st mit­ge­bracht, es gab auch Musik, es wurde getanzt und Schach gespielt“, so Hartkopf. Nach sein­er Ein­schätzung kön­nte die Aktion dur­chaus Wieder­hol­ung finden.

Beiträge aus der Region

Duben/Bronkow — Unbekan­nte haben großflächig mit weißer und schwarz­er Farbe Hak­enkreuze und rechte Parolen auf Brück­en­bauw­erke der Auto­bahn gesprüht.
Tauche — Wie der Polizei am 22.02.2021 angezeigt wurde, haben noch Unbekan­nte einen Gedenkstein in der Straße Im Park mit einem Hak­enkreuz beschmiert. Das Nazisym­bol wurde umge­hend beseitigt. 
Schöne­iche — In der Nacht zum 21.02.2021 wur­den der Polizei erneut Schmier­ereien im Umkreis der Straße Am Goethep­ark bekannt.

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