27. April 2004 · Quelle: Utopia

Antirassistische Demo in Frankfurt/Oder

Demon­stra­tion gegen alle For­men von Gewalt gegen Migranten gegen rechte Gewalt gegen Ras­sis­mus

04. Mai, 16 Uhr, Dres­den­er Platz, Frank­furt (Oder)

Flüchtlinge leben unter beson­deren Bedin­gun­gen in Deutsch­land, in Bran­den­burg und auch in Frank­furt (Oder). Die Res­i­den­zpflicht schränkt sie in ihrer Bewe­gungs­frei­heit ein, sie erhal­ten Gutscheine statt Bargeld für ihre Besorgun­gen, sie dür­fen in der Regel nicht arbeit­en etc.

Neben den geset­zlichen Ein­schränkun­gen unter­liegen Migran­tInnen zusät­zlich gewalt­täti­gen Ange­grif­f­en, die sich monatlich in vie­len deutschen Städten, z.B. in Jüter­bog, Straus­berg, Hen­nings­dorf und in Frank­furt (Oder) wieder­holen. Einige von denen ende­ten auch schon tödlich. Staatliche Stellen, lokale Presse und Polizei aber ver­drehen nicht sel­ten die Tat­sachen der ras­sis­tis­chen Angriffe. Ange­grif­f­ene Migran­tInnen wer­den dabei zu TäterIn­nen erk­lärt.

Am 04. April 2004 wur­den in Frank­furt (Oder) zwei Flüchtlinge von acht offen­sichtlich rechts­gerichteten Män­nern und Frauen ange­grif­f­en. Ein­er der bei­den Flüchtlinge wurde so mas­siv zusam­mengeschla­gen und ver­let­zt, dass er zehn Tage im Kranken­haus behan­delt wer­den musste.

Wir wollen die Gesellschaft und die inter­na­tionale Gemein­schaft darüber informieren, was passiert. Flüchtlinge brauchen Schutz, weil ihre Leben in Gefahr sind.

Mit der Demon­stra­tion prangern die Flüchtlinge die Pas­siv­ität der Zivilge­sellschaft, die Halb­herzigkeit der ver­ant­wortlichen staatlichen Stellen sowie die Gewalt und die tödliche Bru­tal­ität von denen an, in deren Welt­bild sie nicht zu passen scheinen.

Wir laden alle, die gegen alle For­men von ras­sis­tis­chen Angrif­f­en, Iso­la­tion, Erniedri­gung, Demü­ti­gung, Auss­chluss sowie Diskri­m­inierung von Migran­tInnen sind, zu dieser Demon­stra­tion ein.

Diese Presserk­lärung ist abruf­bar unter: www.indyoder.org.

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