3. Mai 2020 · Quelle: Clubkommission Cottbus

Cottbuser Subkultur rückt zusammen

Nicht nur zu Corona-Zeiten hat die Cottbuser Clubszene ein vielschichtiges Problem! Mal zu laut, mal zu wenig Gäste, mal nicht die richtige Genehmigung, kaum Förderung, meist finanziell "auf Kante"…

Nicht nur zu Coro­na-Zeit­en hat die Cot­tbuser Club­szene ein vielschichtiges Prob­lem! Mal zu laut, mal zu wenig Gäste, mal nicht die richtige Genehmi­gung, kaum Förderung, meist finanziell “auf Kante”… Doch seit dem berechtigten Shut­down und der damit ver­bun­de­nen Schließung der Kul­tur- und Gast­stät­ten­be­triebe wegen der Covid-19 Pan­demie ist der Kampf ums Über­leben in eine weit­ere schwierige Runde gegan­gen.

Dass gemein­sames Inter­agieren den besseren Effekt bringt, ist den Betreibern der sub­kul­turellen Läden schon länger klar. So wurde aus der Idee ein­er gemein­samen Plat­tform bere­its im Jan­u­ar 2020 ein reales Pro­jekt. Es trafen sich Protagonist*innen viel­er Clubs, Bars und Kneipen, um einen Vere­in zu gründen: die Club Kom­mis­sion Cot­tbus e.V.i.G. Erk­lärtes Ziel ist dabei, mit vere­in­ten Kräften die unter­schiedlich­sten Poten­tiale zu bündeln und in kul­turelle Ange­bote für die ganze Stadt zu gießen. Zu den Mit­gliedern gehören die Teams vom Bebel, Chekov, Ess­co­bar, Fan­go, Seit­en­sprung, Scan­dale, Pri­ma Wet­ter, Unbelehrbar, Marie 23 und dem Muggefug.

Geplant sind für die Zukun­ft unter anderem die Anschaf­fung von flex­i­bler Bühnentechnik, um in allen Stadt­teilen mit Konz­erten und Fes­ten aktiv zu wer­den und die Attrak­tiv­ität der Stadt für Bewohner*innen, Student*innen und (zum Beispiel im Zuge des Struk­tur­wan­dels) Zuziehende und Rückkehrer*innen zu erhöhen. Darüber hin­aus soll der Vere­in auch im poli­tis­chen Sinne für die Belange eines großs­tadtverdächti­gen Nachtlebens wirken.

Während die Vor­bere­itung auf Hoch­touren liefen, kam der Club Kom­mis­sion Cot­tbus e.V.i.G., wie vie­len anderen, der Coro­na-Virus in die Quere. Aber es zeigt sich, dass die ersten gesponnenen Net­ze bere­its pos­i­tive Wirkung haben. Unter Nutzung neuer
Organ­i­sa­tions- und Kom­mu­nika­tion­swege find­en sich die Akteure regelmäßig zusam­men und spin­nen Pro­jek­te und Konzepte. Dass es derzeit eher um Über­leben­skonzepte geht, ver­ste­ht sich von selb­st. So läuft seit 03. April eine Crowd­fund­ing Kam­pagne mit dem Titel „Ret­tet die Cot­tbuser Sub­kul­tur“ über die Plat­tform Start­next. Hier wer­den Tick­ets für Clubs, T‑Shirts, bedruck­te Beu­tel, imag­inäres Trinken oder ein Glas des leg­endären
Fan­go-Sandes ange­boten.

https://www.startnext.com/rette-die-cottbuser-subkultur

Im April bedank­ten sich die Cot­tbuser Kul­turschaf­fend­en, die eng mit der hiesi­gen Musik­szene „ver­bän­delt“ sind, mit einem Song und einem Video. Unter erschw­erten Abstand­sregeln und hygien­is­chen Stan­dards spiel­ten gle­ich 10 Musiker*innen Instru­mente und Gesang ein und noch viel mehr „Laienschauspieler*innen“ dreht­en Sequen­zen für das
dazuge­hörige Video.

Mit der ihr eige­nen Kreativ­ität trotzen die Cot­tbuser Sub­Kul­tis der Krise. Auf der Inter­net­seite www.clubkommissioncottbus.de wer­den die beteiligten Clubs vorgestellt und ständig Infos über kom­mende Aktio­nen veröf­fentlicht: Tre­sentalk, DJ-Sets im Stream, Presseartikel und vieles mehr. Auch der Song und das Video sind hier zu find­en.

Kon­takt: medien@clubkommissioncottbus.de

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