9. März 2004 · Quelle: MAZ

Ehrabschneidung” vor Gericht

Vor der 3. Zivilka­m­mer des Landgerichts Neu­rup­pin find­et am 8.
April die Ver­hand­lung im Rechtsstre­it Fürsten­berg­er Bürg­er gegen Uwe
Jür­gens, eben­falls aus Fürsten­berg, statt. Luise D., Edda T., Ilse
W. aus Fürsten­berg und Jür­gen B. aus Berlin sind die Kla­gen­den. Sie
wer­fen Uwe Jür­gens vor, sie in dif­famieren­der Weise in einem seiner
“Flug­blät­ter” genan­nt zu haben. Dies entspreche dem Tatbe­stand der
“Ehrab­schnei­dung”, gibt Edda T. die Auf­fas­sung ihres Anwaltes wider. 

Jür­gens hat mit ein­er Gegen­klage wegen Ruf­beschädi­gung geantwortet.

In den ver­gan­genen Jahren hat Uwe Jür­gens als Ver­fass­er von Beiträ­gen im
Heimatkalen­der Fürsten­berg und son­sti­gen Schriften immer wieder für Empörung
weit über Fürsten­berg hin­aus gesorgt, musste sich den Vor­wurf der
“recht­sex­tremen Gesin­nung” gefall­en lassen. Der Arzt für Allgemeinmedizin
stammt aus Fürsten­berg, wohin er nach der Wende wieder zog. Davor war er in
Nieder­sach­sen, wo sich die Medi­en schon sein­er angenom­men hat­ten, weil er
unter anderem als Leit­er ein­er Wehrsport­gruppe fungiert haben soll. Es gab
sog­ar eine Fernse­hdoku­men­ta­tion. Wer es in Fürsten­berg wagte, ihn als das zu
beze­ich­nen, was er wohl auch ist, den zeigte er an. Am 8. April ste­ht er nun
selb­st bzw. sein Rechts­bei­s­tand vor Gericht. 

Die Ver­hand­lung dürfte inter­es­sant wer­den, weil der Recht­san­walt der Kläger
natür­lich recher­chiert hat. Das, was dort ans Licht der Öffentlichkeit
kommt, kön­nte dur­chaus den Rah­men eines Zivil­prozess­es sprengen.

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