28. Juni 2010 · Quelle: indymedia.org

Kulturfrühstück in Innenstadt

Potsdam - Am vergangenen Sonntag haben BewohnerInnen und Sympathisanten des Wohnprojektes Tornowstrasse (Potsdam-Hermannswerder) ein Kulturfrühstück auf dem Potsdamer Luisenplatz angeboten.

Am ver­gan­genen Son­ntag haben Bewohner­In­nen und Sym­pa­thisan­ten des Wohn­pro­jek­tes Tornow­strasse (Pots­dam-Her­mannswerder) ein Kul­turfrüh­stück auf dem Pots­damer Luisen­platz ange­boten. Damit woll­ten sie der Öffentlichkeit auf ihr dro­hen­des Aus hin­weisen.

Das Wohn­pro­jekt beste­ht nun schon seit mehr als 10 Jahren auf der Insel Her­mannswerder. Dort im Grü­nen gibt es eine Gemein­schaftswohn­baracke mit Gemein­schaft­sräu­men und san­itären Anla­gen und auf dem Gelände einen Bauwa­gen­platz. In dem gesamten Wohn­pro­jekt leben 13 Erwach­sene und 8 Kinder. Vor Ort wird unter anderem seit ger­aumer Zeit ein­mal im Monat ein Kul­turfrüh­stück ange­boten, eben ein gemein­sames Früh­stück­en mit Kul­tur­pro­gramm, und außer­dem gibt es dort die Möglichkeit Kanus für preiswertes Geld auszulei­hen. Getra­gen wird das Wohn­pro­jekt von zwei Vere­inen. Seit mit­tler­weile zwei Jahren gibt es nun mit der Stadt Pots­dam Auseinan­der­set­zun­gen um das Are­al und das Wohn­pro­jekt. Laut dem Flächen­nutzungs­plan ist das Gelände als Grün­fläche einge­tra­gen, eine Nutzung als Wohn­fläche also nicht vertret­bar. Beson­ders die Wagen­burg ist der Pots­damer Stadtver­wal­tung ein Dorn im Auge. So wurde von Seit­en der Stadt eine Besei­t­i­gungsanord­nung an die Bewohner­In­nen ver­sandt. Dage­gen sind diese nun mit ein­er Klage vorge­gan­gen, was zumin­d­est erst ein­mal Zeit mit sich bringt. Doch bis Sep­tem­ber 2012 muss nun eine Lösung gefun­den wer­den, denn zu diesem Zeit­punkt soll die Nutzung durch Ver­mi­etung aus­laufen.

Auf dem Luisen­platz fungierte die Lade­fläche eines LKW als Bühne für Pro­gramm und Infor­ma­tio­nen zum aktuellen Stand. Von einem großen Verpfle­gungszelt kon­nten sich die ver­schiede­nen Anwe­senden, darunter auch zahlre­iche Touris­ten, gegen eine Spende mit aller­lei veg­a­nen und veg­e­tarischen Sachen verkösti­gen. Sport­geräte wur­den bere­it gestellt und/oder men­sch kon­nte auf den zahlre­ichen Sitz­gar­ni­turen Platz nehmen. Auch der Pots­damer Umson­st­laden aus dem Wohn­pro­jekt der Char­lot­ten­strasse war präsent. Auf eini­gen Infotafeln kon­nten sich inter­essierte Men­schen über das Haus­pro­jekt und die alter­na­tive Szene Pots­dams informieren. Neben­bei spielte eine Lie­der­ma­cherin auf der impro­visierten Bühne. Die Öffentlichkeit war sichtlich ange­tan von der Szener­ie. Bleibt nur zu hof­fen, dass die Tornow­strasse erhal­ten bleibt und sich die Szene kämpferisch an deren Seite stellt.

Autonome und selb­st­bes­timmte Räume erkämpfen!

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