19. Juni 2006 · Quelle: Apabiz

Nazi-Schläger von Schönefeld sind bereits bekannt

Die bei­den mut­maßlichen Haupt­täter des ras­sis­tisch motivierten Über­falls auf eine Jugend­gruppe in Schöne­feld in der Nacht zum Son­ntag, Den­nis Rein­hard E. und Timo Detlef L., waren schon am Fre­itag zuvor, am 16. Juni, an dem ver­sucht­en Über­fall auf eine antifaschis­tis­che Ver­anstal­tung im bran­den­bur­gis­chen Rangs­dorf maßge­blich beteiligt.

An diesem Abend fand in ein­er Schule eine Ver­anstal­tung zu Recht­sex­trem­is­mus in Bran­den­burg statt, auf der ein­er unser­er Mitar­beit­er referierte. Unmit­tel­bar vor Ver­anstal­tungs­be­ginn erhiel­ten die Anwe­senden Nachricht über den dro­hen­den Über­fall. Daraufhin wurde die Polizei informiert, die mit eilig zusam­menge­zo­ge­nen Kräften den Angriff von knapp 30 zum Teil ver­mummten und bewaffneten Neon­azis auf die Ver­anstal­tung buch­stäblich in let­zter Sekunde aufhal­ten kon­nte. Nach Beobach­tun­gen wur­den dabei fast alle Neon­azis, darunter auch E. und L., vor­läu­fig in Gewahrsam genom­men.

Die Neon­azis, die zum Teil aus Berlin anreis­ten, sind unmit­tel­bar vor dem Angriff fotografiert wor­den. Auf einem Foto, welch­es dem apabiz vor­liegt, sind Den­nis E.und Timo L. in der Gruppe der Neon­azis ein­deutig iden­ti­fizier­bar.

Den­nis Rein­hard E. und Timo L. sind bekan­nte Aktivis­ten der Berlin­er Neon­aziszene.
Den­nis E. trat u.a. auf den Aufmärschen der 2005 ver­bote­nen BASO („Berlin­er Alter­na­tive Süd-Ost“) als Ord­ner auf. Auch war er beteiligt an einem Über­fall von drei Neon­azis auf einen viet­name­sis­chen Imbiss­be­treiber am 5. April 2005, bei dem das Opfer bleibende Schä­den erlitt. Die Täter wur­den zu gerin­gen Bewährungsstrafen oder Arbeitsstun­den verurteilt.

Laut Recherchen der antifaschis­tis­chen Zeitschrift Fight Back (Num­mer 3, 2006) war E. im Bun­destagswahlkampf 2005 für die NPD aktiv. In Fight Back find­en sich weit­ere Belege für die ein­schlägi­gen Aktiv­itäten E.s und ander­er ehe­ma­liger BASO-Ange­höriger.

Die Tat­sache, dass selb­st die Fes­t­nahme am 16. Juni Den­nis Rein­hard E.und Timo L. nicht davon abhal­ten kon­nte, nur einen Tag später einen weit­eren schw­eren Über­fall zu bege­hen, zeigt deut­lich, in welch­er Welt aus Gewalt und All­macht­sphan­tasien Berlin­er Neon­azis leben.
Dem kann wed­er durch Ver­bote nach­drück­lich Ein­halt geboten wer­den und schon gar nicht durch unver­ständlich milde Gericht­surteile, die die Täter eher als Bestä­ti­gung ihres Treibens wahrnehmen dürften.

Wir erwarten eine rück­halt­lose Aufk­lärung des recht­sex­trem­istisch motivierten Angriffes.

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