23. Mai 2016 · Quelle: Presseservice

Neuruppin: Der AfD den Strom abgestellt

Titel
Eine Kundge­bung von unge­fähr 90 Funk­tionären und Sympathisant_innen der recht­spop­ulis­tis­chen Partei „Alter­na­tive für Deutsch­land“ in Neu­rup­pin wurde am frühen Abend von unge­fähr 15 Gegendemonstrant_innen laut­stark gestört. Einem AfD-Geg­n­er gelang es dabei anscheinend auch die Stromzu­fuhr für die Laut­sprecher­an­lage zu kap­pen, so dass zeitweise keine Rede­beiträge mehr möglich waren. Daraufhin schritt die Bere­itschaft­spolizei ein. Die Gegendemonstrant_innen wur­den abge­drängt. Eine Per­son wurde kurzzeit­ig in Gewahrsam genom­men.
An der offiziellen Gegenkundge­bung von „Neu­rupp­pin bleibt bunt“ beteiligten sich unge­fähr 100 Men­schen. Diese fand weiträu­mig, u.a. durch Absper­r­git­ter und Polizeis­per­ren getren­nt von der Ver­samm­lung der AfD statt. Mit einem bun­ten Pro­gramm aus Rede­beiträ­gen und vor allem viel Musik gelang es dem zivilge­sellschaftlichen Aktions­bünd­nis wieder Flüchtlinge und Neu­rup­pin­er Bürger_innen zusam­men­zubrin­gen.
Die AfD und ihre Red­ner, darunter die Land­tagsab­ge­ord­neten Andreas Kalb­itz und Alexan­der Gauland, ver­sucht­en hinge­gen wieder Äng­ste vor dem Islam und Flüchtlin­gen zu schüren. Zu deren aufmerk­samen Zuhörer_innen gehörten auch am Mon­tagabend wieder Abge­sandte der lokalen NPD bzw. der neon­azis­tis­chen „Freien Kräfte Neu­rup­pin“ sowie des recht­en „Bürg­er­bünd­niss­es Havel­land“. Let­zt genan­nte präsen­tierten sich u.a. mit offen­bar selb­stange­fer­tigten Ban­nern auf denen flüchtlings- und EU-feindliche Parolen aufge­sprüht waren.
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Gestern gedacht­en ca. 60 Per­so­n­en in Neu­rup­pin Emil Wend­land und set­zten ein sicht­bares Zeichen gegen rechte Het­ze und Gewalt.
Wir rufen dazu auf sich am 01. Juli 2020 ab 18:00 Uhr am Rosen­garten, dem zen­tralen Gedenko­rt für Emil Wend­land, einzufind­en, diesem würdig zu Erin­nern und ein sicht­bares Zeichen gegen rechte Het­ze und Gewalt zu set­zen.

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