22. August 2008 · Quelle: Forster Antifas

NPD in der Forster Innenstadt

Am Dien­stag, dem 19. August verteil­ten vier NPDler in der Forster Innen­stadt Handzettel und sucht­en
Per­so­n­en, die sich noch in die NPD-Unter­stützerIn­nen­liste ein­tra­gen, damit die Partei bei den
Kom­mu­nal­wahlen im Spree-Neiße-Kreis über­haupt antreten kann.
Am Vor­mit­tag postierten sich die Recht­sex­tremen vor dem gut fre­quen­tierten Hauptein­gang des
Forster Kau­fland-Mark­tes und began­nen, Pas­san­tInnen anzus­prechen. Die bei­den augen­schein­lich
Hauptver­ant­wortlichen kamen hör­bar aus Sach­sen, durch ihr Äußeres waren sie nicht als
Recht­sex­treme zu erken­nen. Ihre bei­den Helfer zeigten durch T‑Shirts mit den Auf­schriften „Sturm
18“ und „White Anger“ jedoch deut­lich wes Geistes Kind sie sind.

Durch das zivile Auftreten der bei­den Sach­sen ließen sich Pas­san­tInnen oft täuschen und in ein
Gespräch ver­wick­eln, doch spätestens als klar wurde, wer hier um Unter­stützung wirbt, been­de­ten
fast alle das Gespräch und auch viele der Handzettel ver­schwan­den unge­le­sen in den Mülleimern.

Im direk­ten Umfeld der ungeliebten Wahlkämpfer ver­sam­melten sich nach und nach kri­tis­che
Forster Bürg­erin­nen und Bürg­er und auch die antifaschis­tis­che Forster Jugend ließ nicht lange auf
sich warten. Die Neon­azis waren jet­zt deut­lich in der Min­der­heit. Weil sie der Mei­n­ung waren, dass
sie von den anwe­senden AntifaschistIn­nen bei ihrem Wahlkampf gestört wer­den, riefen sie die
Polizei, die sich jedoch damit beg­nügte das Geschehen aus der Dis­tanz zu beobacht­en. Auch die
geringe Ver­stärkung durch örtliche Thor-Steinar-Fans kon­nte das Kräftev­er­hält­nis nun nicht mehr
verän­dern.

Vielle­icht aus Frust über die oft sehr abweisenden Pas­san­tInnen oder die Überzahl der Geg­ner­In­nen
ver­ließen die säch­sis­chen NPDler die Stadt gegen Mit­tag. Wahrschein­lich haben sie es aber
den­noch geschafft alle für die Kan­di­datur nöti­gen Unter­schriften zu sam­meln, was bedeutet, dass
bis zu den Kom­mu­nal­wahlen mit erhöhter Präsenz NPD und Co. in den regionalen
Fußgänger­pas­sagen gerech­net wer­den muss.

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