4. Februar 2016 · Quelle: Presseservice

Potsdam?: ??POGIDA? zog durch den ??Schlaatz?


Ein mas­sives Polizeiaufge­bot, beste­hend aus mehreren Hun­dertschaften sowie min­destens zwei Wasser­w­er­fern und zwei Räumpanz­ern, hat auch am Mittwochabend, ähn­lich wie in der ver­gan­genen Woche, eine Ver­samm­lung des Pots­damer PEGI­DA-Ablegers PO-GI-DA, durchgesetzt.
Der Aufzug zog, nach ein­er kurzen Auf­tak­tkundge­bung mit zwei Rede­beiträ­gen, mit unge­fähr 130 Teilnehmer_innen von der Tram-Hal­testelle „Bisamkiez“, über die Straßen „Am Nuthetal“ und „an der Alten Zauche“ unge­fähr 1.300m bis Höhe Falken­horst. Dort fol­gte die Abschlusskundge­bung mit weit­eren Rede­beiträ­gen. Unter anderem ergriff dabei auch Sebas­tiano Graziani, der zuvor bere­its bei ähn­lichen Ver­samm­lun­gen in Sten­dal, Rathenow, Burg bei Magde­burg und anderen Orten gesprochen hat­te, das Wort. Neben seinen üblichen The­men, die Dämon­isierung des Islam und die Forderung des Rück­tritts der Regierung Merkel, forderte er dies­mal aber auch die Ein­set­zung eines Tri­bunals „Nürn­berg 2.0“, um dort ver­meintliche „Volksver­räter“ abzu­urteilen. Für eine ähn­liche Forderung bei der let­zten PO-GI-DA-Ver­samm­lung in der ver­gan­genen Woche erhielt Ver­samm­lung­sor­gan­isator Chris­t­ian Müller inzwis­chen eine Anzeige wegen Volksverhetzung.
Nach Beendi­gung der Kundge­bung löste Müller die Ver­samm­lung nach dem Abspie­len des „Deutsch­land­liedes“ auf. Die Versammlungsteilnehmer_innen zogen daraufhin unter Polizeis­chutz bis zur Hein­rich-Mann-Allee und vere­inzel­ten sich dann.
Begleit­et wurde PO-GI-DA von erhe­blichen Protesten von Anwohner_innen und mehreren hun­dert Gegendemonstrant_innen. Schw­er­punkt der Proteste war der Bere­ich „An der alten Zauche“ Ecke Falken­horst, dem End­punkt des Aufzuges des Pots­damer PEGI­DA-Ablegers. Zuvor sollen bis zu 400 Men­schen an ein­er am S‑Bahnhof Babels­berg ges­tarteten Demon­stra­tion unter dem Mot­to: „Refugees Wel­come-Pogi­da stop­pen!“ teilgenom­men haben.

Fotos:
Press­eser­vice Rathenow
Anton Lom­mon

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