10. März 2016 · Quelle: Presseservice

Potsdam?: Proteste gegen Pogida-Miniaufmarsch im Zentrum

10582913_770802466353296_5279452693442152192_o
An einem Auf­marsch der recht­en POGI­DA-Bewe­gung in Pots­dam haben sich am Mittwochabend unge­fähr 60 Per­so­n­en aus Berlin, Bran­den­burg und Sach­sen beteiligt. Es war die achte Ver­samm­lung dieser Art in der Bran­den­burg­er Lan­deshaupt­stadt. Die Achte, die nur durch ein enormes Polizeiaufge­bot aus mehreren Bun­deslän­dern und mit schw­erem tech­nis­chem Gerät, darunter zwei Wasser­w­er­fern, gegen den Willen der meis­ten Potsdamer_innen durchge­set­zt wurde. Ins­ge­samt beteiligten sich unge­fähr 650–700 Men­schen an den Protesten gegen den POGIDA Marsch. Unge­fähr 300 Gegendemonstrant_innen hat­ten sich am Lust­garten ver­sam­melt, 200 fol­gten ein­er Demon­stra­tion aus Babels­berg und 150–200 noch ein­mal spon­tan auf der Lan­gen Brücke. POGIDA hat­te sich indes am Nordein­gang des Pots­damer Haupt­bahn­hofes ver­sam­melt. Ihren Punkt für die Auf­tak­tkundge­bung mussten die Organ­isatoren dieser Ver­anstal­tung aber wieder um 50–100m ver­legen, da Unbekan­nte an zwei Fahrrädern im Ein­gangs­bere­ich des Bahn­hofes Kisten befes­tigt hat­ten, in denen ohren­betäuben­der Lärm erzeugt wurde. Nochmals wurde offen­sichtlich das POGIDA in Pots­dam offen­bar uner­wün­scht ist. Trotz mehrerer vor­ma­liger Ankündi­gun­gen sah Ver­samm­lungsleit­er Chris­t­ian Müller, u.a. auch während der Auf­tak­tkundge­bung, anscheinend keinen Grund seine Ver­anstal­tungsrei­he abzubrechen. Er hätte sich mit ähn­lich gesin­nten Ini­tia­tiv­en aus anderen Städten berat­en. Diese hät­ten ihn zur Fort­set­zung sein­er Aktiv­itäten in Pots­dam ger­at­en, zumin­d­est so lange bis ein für ihn entsprechen­der Ersatz gefun­den ist. Nach der kurzen Auf­tak­tkundge­bung, bei der auch ein Herr aus Dres­den zu Wort kam, zog POGIDA dann zum Film­mu­se­um. Dort sprach Müller erneut, eben­so wie Sebas­tiano Graziani. Als Front­ban­ner von POGIDA diente dies­mal übri­gens ein Stoff-Stück auf dem mit großen Buch­staben: „Wir sind keine Nazis“ zu lesen war. Dies mag inhaltlich für einige „besorgten Bürger_innen“ auf der Ver­samm­lung zu tre­f­fen, aber eben nicht für einen größeren Teil der Mitläufer_innen. Tat­säch­lich ist näm­lich zu beobacht­en das einige Kad­er der „Freien Kräften Neu­rup­pin / Osthavel­land“ sowie der lange Zeit inak­tiv­en neon­azis­tis­chen „Alter­na­tive Jugend Pots­dam“ immer öfter anlässlich der POGIDA Märsche in Erschei­n­ung treten. Ihnen ist auch das Ban­ner: „Asyl­hütte in Pots­dam? Kannste knick­en“ mit dem markan­ten Slo­gan: „Wohn­raum zuerst für Deutsche“ zuzuordnen.
Fotos: hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Schluss mit Pony­hof! Aufruf zur Wut-Demon­stra­tion gegen den Berlin­er AfD-Lan­desparteitag in Schön­walde-Glien am 13. und 14. März 2021.
In Falkensee ver­anstal­teten Coro­na-Ver­harm­los­er am Mon­tagabend ein „religiös­es“ Tre­f­fen. Die Gruppe „Das HAVELLAND ste­ht AUF“ umging damit die momen­ta­nen Versammlungsbeschränkungen.
Ein bun­desweites anti­ras­sis­tis­ches Bündnis von We’ll Come Unit­ed und
mehr als 40 Organ­i­sa­tio­nen, Ini­tia­tiv­en und Grup­pen ruft unter dem Mot­to „Unit­ed against Racism – Für eine Gesellschaft der Vie­len!“ auf zu dezen­tralen Aktionstagen.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot