3. Mai 2020 · Quelle: Clubkommision Cottbus

PREMIERE „Die Wüste lebt“

Cottbuser Corona-Song mit Infektionspotential

Clubs zu, Anlage an! Auch die Cottbuser Clubs, Bars und Kneipen haben seit drei Wochen die Türen zu. Doch jetzt lädt die Szene am Sonntag zu einem Wiederhören ein. Pünktlich 20.30 Uhr präsentiert sie den Song WO zur Coronazeit "Die Wüste lebt".

PREMIERE „Die Wüste lebt“

Cottbuser Corona-Song mit Infektionspotential

Clubs zu, Anlage an! Auch die Cot­tbuser Clubs, Bars und Kneipen haben seit drei Wochen die Türen zu. Doch jet­zt lädt die Szene am Son­ntag zu einem Wieder­hören ein. Pünktlich 20.30 Uhr präsen­tiert sie den Song WO zur Coro­n­azeit “Die Wüste lebt“und meldet sich zurück, wenn auch zunächst auf virtuell-akustis­ch­er Bühne. Bere­its seit Beginn der Ein­schränkun­gen arbeit­en die Kul­turschaf­fend­en eng zusam­men und entwick­eln gemein­same Strate­gien zum Über­leben. Die erste Aktion läuft seit dem 3. April. Bei ein­er Kam­pagne aller beteil­gter Clubs, Bars und Gale­rien über Start­next kön­nen die Cottbuser*innen+ dabei helfen, dass es auch nach Coro­n­akrise ein buntes Nachtleben in der Stadt gibt. Bei dieser Crowd­fundin­gak­tion wer­den beispiel­sweise Ein­trittskarten für die kom­menden Par­ties, T‑Shirts, lustig bedruck­te Jute­beu­tel, ein Schnaps mit Frieder oder ein Glas Fan­gosand ange­boten oder es kann ein­fach Geld gespendet wer­den.

Der neueste Coup der Club Kom­mis­sion Cot­tbus e.V.i.G. ist ein gemein­schaftlich geschriebenes und pro­duziertes Lied für alle Musik- und Tanzbegeis­terten. Dieses greift feinfühlig The­men wie Iso­la­tion, Per­spek­tivlosigkeit, Job­ver­lust, Über­ar­beitung, aber auch das zunehmende Gemein­schafts- und Solidaritätsgefühl auf. Es set­zt das Geschehen musikalisch um und blickt beja­hend in die Zukun­ft. “Die Ohrwur­m­melodie steigt schnell zu Kopf und ist ansteck­ender als Covid-19, während die gefühlvolle Instru­men­tierung die Herzen im Sturm erswingt.”, schwärmt Lud­wig Dom­rös vom Fes­ti­val­team Stuss am Fluss über das Werk. “Wir wollen mit dem Lied Aufmerk­samkeit für unsere Sit­u­a­tion schaf­fen und den Leuten ein Dankeschön für die Spenden unser­er Crowd­fundin­gak­tion zurückzugeben. Da im Arbeit­sum­feld der Clubs kreative Köpfe ver­schieden­ster Art zu find­en sind, war eine Beset­zung schnell zusam­mengestellt. Ein Lied zu schreiben war eine Möglichkeit, proak­tiv und pos­ti­tiv mit dem The­ma umzuge­hen, statt sich nur zu bekla­gen.”

Das Betrieb­sver­bot für die kul­turellen Tre­ff­punk­te bedeutet in Cot­tbus für die weni­gen Orte der Sub­kul­tur eine hohe Anstren­gung ums Über­leben. Dort, wo ohne­hin sel­ten ein Fördergeldtropfen hin­fällt, sind die Rücklagen sehr beschei­den. Die aktuelle Sit­u­a­tion bedeutet daher: keine Ein­nah­men bei laufend­en Kosten und ver­schwindend kleinen Pol­stern. “Auch wenn staatliche Hil­fen ‘erste Löch­er’ schließen, sind sie langfristig nicht exis­ten­zsich­ernd.” David Kop­sch, Besitzer vom Faulen August, trifft die Schließung seines Musik­clubs hart: “Wir alle mussten viele schon gebuchte Konz­erte oder Par­ties absagen und wis­sen nicht, wie alle anderen auch, ab wann wir pla­nen kön­nen. Das ist schon ein zermürbender Zus­tand. Sollte die Club­szene in Cot­tbus ein­brechen, wäre dies ein fataler Schlag für das kul­turelle Leben der Stadt.”

Aber es gibt auch Pos­i­tives in dieser Zeit. “Das Beson­dere an diesem Krisen­modus ist, dass wir alle ein biss­chen näher zusammenrücken. Ich bin total begeis­tert, dass diese
unter­schiedlichen kreativ­en Men­schen so eng kooperieren”, Philipp Gärt­ner, Chef des Clubs Scan­dale, sieht opti­mistisch in die Zukun­ft. “Nicht nur, dass wir uns neuen Organ­sa­tions- und Kom­mu­nika­tions­for­men stellen müssen, diese Zeit bringt völ­lig neue Möglichkeit­en und Konzepte her­vor.”

Ein gutes Beispiel ist eben “Die Wüste lebt”, der Song, bei dem gle­ich 13 Musiker*innen an den Auf­nah­men beteiligt waren, hin­ter dessen Kulis­sen jedoch noch viele weit­ere aus dem Cot­tbuser Nachtleben mitwirk­ten. Er erscheint mit einem Video, bei­des unter erschw­erten Bedin­gun­gen und unter Ein­hal­tung der Coro­na-Anord­nun­gen einge­spielt und gedreht. Doch nun kann das Mach­w­erk endlich präsen­tiert wer­den und der Name ist für die Cot­tbuser Nachtschwärmer*innen hof­fentlich Pro­gramm: Die Wüste lebt!

Zu sehen und zu hören:

https://www.clubkommissioncottbus.de
https://de.facebook.com/clubkommissioncottbus/
https://www.youtube.com/channel/UC8b0QCv64PVmdRHEumebGwA

Wer die Cot­tbuser Club­szene unterstützen will, kann dies hier tun: https://www.startnext.com/rette-die-cottbuser-subkultur oder spendet auf das Pro­jek­tkon­to:
IBAN DE 1805 0000 0190 0853 80, Kul­tur­fo­rum Cot­tbus e.V./Club Kom­mis­sion Cot­tbus.

Der Song “Die Wüste lebt”
Gesang — Mario Heß
Gitarre — Lud­wig Dom­rös
Bass — Matthias Joppe
Schlagzeug — Emanuel Muck­ow
Hen­ri Kun­ze — Klavier
Vio­line — Franziska Radtke
Trompete — Günter Frieder­s­dorf
Back­ground Gesang — Lau­ra Maria Hänsel

Text – Matthias Heine, Lud­wig Dom­rös, Philipp Gärt­ner
Pro­duk­tion — Philipp Gärt­ner, Tom Reiß­mann, Lud­wig Dom­rös
Mas­ter — Michael Schlot­tke

Hintergrund…und wer ist die Club Kom­mis­sion Cot­tbus überhaupt?

Wir sind eine offene Plat­tform für Kul­turschaf­fende aus Cot­tbus mit dem Ziel sich untere­inan­der zu ver­net­zen. Das
Anliegen ist es, eine gemein­same, geschlossene Stimme für die Sub­kul­tur in der Stadt zu sein. Sich ein­brin­gen und das
Ganze mit­gestal­ten darf wer will: Das Spek­trum der bish­eri­gen Mitwirk­enden reicht von selb­st­ständi­gen Künstler*innen
als Einzelper­so­n­en über Vere­ins­basierte Clubs sowie kom­merzielle Läden. Der Grundgedanke ist sim­pel: “Allein machen Sie dich ein” (Rio Reis­er) und miteinan­der reden hat noch nie jeman­dem geschadet! Die Idee dazu ent­stand bere­its Anfang des Jahres, also noch vor Aus­bruch der Coro­na-Epi­demie. Den­noch bietet let­ztere natürlich akut einen zusät­zlichen Anlass das Anliegen weit­er zu ver­fol­gen und zu ver­tiefen, denn wie bekan­nt, trifft sel­bige den Kul­tursek­tor mit den ihr – sin­nvoller­weise! – fol­gen­den Ein­schränkun­gen mas­siv.
Auf der Seite www.clubkommissioncottbus.de wird über die Akteure und aktuelle Aktio­nen informiert. Seit dem 03. April
läuft die gemein­same Spendenkam­pagne “Ret­tet die Cot­tbuser Sub­kul­tur — Crowd­fund­ing für Cot­tbuser Clubs und
Läden” auf Start­next https://www.startnext.com/rette-die-cottbuser-subkultur
.
Zur ClubKom­mi­sion­Cot­tbus gehören: Bebel, Chekov, Ess­co­bar, Fan­go, Seit­en­sprung, Scan­dale, Pri­ma Wet­ter, Unbelehrbar, Sarah “Far­tu­u­na” Heinze, Marie 23, Muggefug
Kon­takt: medien@clubkommissioncottbus.de

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