26. April 2016 · Quelle: Presseservice

Rathenow?: ??Polizei? schritt gegen ?Satire?-Kunstaktion ein

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Die Rathenow­er Polizei hat am frühen Dien­stagabend ein bürg­er­bünd­niskri­tis­ches Groß­plakat vom Kul­turzen­trum am Märkischen Platz ent­fer­nt und beschlagnahmt. Auf dem hochfor­mati­gen Trans­par­ent war dem Wort­führer des „Bürg­er­bünd­niss­es Havel­land“ als „Kayser von Rathenow“ iro­nisch „gehuldigt“ wor­den. Der wirk­liche Kaiser, der während sein­er Rede­beiträge auf den Bündler-Ver­samm­lun­gen gerne Men­schen per­sön­lich angreift, dif­famiert und belei­digt, zeigte jedoch wenig Humor und machte stattdessen den Erdo­gan. Ähn­lich, wie der berüchtigte türkische Staatschef im Fall Böh­mer­mann, erkan­nte der Rathenow­er Bürg­er­bünd­nis-Führer in dem Plakat offen­bar eine Art Majestäts­belei­di­gung und erstat­tete noch vor Ort Anzeige bei der Polizei, die dann anschließend auch ein­schritt.
Die heutige Ver­samm­lung der „Bündler“ ver­lief hinge­gen weit­ge­hend belan­g­los. Zur Kundge­bung auf dem Märkischen Platz fan­den sich unge­fähr 100 Per­so­n­en aus dem bran­den­bur­gis­chen Havel­land sowie den sach­sen-anhal­tinis­chen Land­kreisen Sten­dal und Jeri­chow­er Land ein. Die Rede­beiträge waren, wie üblich, recht vul­gär und behan­del­ten, neben den immer wiederkehren­den Dif­famierun­gen und Belei­di­gun­gen von Einzelper­so­n­en, die TTIP Ver­hand­lun­gen zwis­chen den USA und der EU sowie typ­is­che Reichs­bürg­er-The­men.
Am anschließen­den „Abendspazier­gang“ durch die Stadt beteiligten sich dann noch unge­fähr 60 Versammlungsteilnehmer_innen.
Weit­ere Ver­anstal­tun­gen des „Bürg­er­bünd­niss­es“ wird es in Rathenow, gemäß ein­er als Post­wurf­sendung zugestell­ten „Vis­itenkarte“, am 10. und 24. Mai sowie am 7. und 21. Juni geben.
Fotos:

One Reply to “Rathenow?: ??Polizei? schritt gegen ?Satire?-Kunstaktion ein”

  1. Wieder ein­mal der Beweis dafür, dass auch sog­ar die “Man­nen” sog­ar eines SPD Innen­min­is­ters im “Kadav­er-Gehor­sam” sog­ar auch schon bere­it sind, eine rechte Organ­i­sa­tion der­art zu schützen.
    Man hat es wohl noch immer nicht begrif­f­en, dass jene Reichs­bürg­er tat­säch­lich eben d i e Ver­fas­sungs­feinde sind, — und nicht die Bürg­er, die sich gegen rechts eben mal — da notwendig — engagieren!

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