25. November 2003 · Quelle: Opferperspektive

Spenden für abgebrannten Imbiss in Pritzwalk

(Opfer­per­spek­tive) In der Nacht zum 7. Novem­ber 2003 wurde ein viet­name­sis­ch­er Imbiss-Wagen in Pritzwalk durch einen Bran­dan­schlag völ­lig niederge­bran­nt. Vu Van Khao, der Betreiber, ste­ht vor den Trüm­mern sein­er Exis­tenz. Nur Spenden kön­nen das
ökonomis­che Aus noch abwen­den.

Vu Van Khao, der 1983 als Ver­tragsar­beit­er in die DDR kam, betrieb seit fünf Jahren mit sein­er Frau einen Asia-Imbiss im Gewer­bege­bi­et von Pritzwalk. Für seinen im Freien ste­hen­den Wagen hat­te er keine Ver­sicherung, da den Ver­sicherun­gen das Risiko zu hoch war. Nun befind­et er sich mit sein­er Frau und ihren zwei kleinen Kindern (1
1/2 und 3 Jahre) in ein­er Not­lage. Die näch­ste Miete, die Kinder­garten­beiträge und selb­st die Ernährung der Fam­i­lie stellen ein großes Prob­lem dar, obwohl Fre­unde aus
Pritzwalk helfen, wo sie kön­nen.

Die mut­maßlichen Täter, drei Män­ner und eine Frau aus Pritzwalk und Sach­sen-Anhalt, wur­den gefasst und sitzen durch Beschluss des Amts­gerichts Per­leberg in
Unter­suchung­shaft. Doch der exis­ten­zielle Ruin wird zumin­d­est bis zum Erfolg eines Zivil­prozess­es von kein­er Seite aufge­fan­gen wer­den. Die juris­tis­che Aufar­beitung
wird voraus­sichtlich mehrere Jahre dauern und ob die Täter dann eine Entschädi­gung zahlen kön­nen, ist ungewiss.

Der Vere­in Opfer­per­spek­tive ruft zu Spenden für Vu Van Khao auf. Damit kön­nte er sich einen neuen Imbis­s­wa­gen ein­richt­en, der ihm ein Unternehmer aus der Region
lei­h­weise zur Ver­fü­gung gestellt hat. Die ras­sis­tis­che Zielset­zung der Täter kön­nte so vere­it­elt wer­den, ein Sig­nal der Sol­i­dar­ität würde geset­zt gegen die dro­hende
Exis­ten­zver­nich­tung.

Spenden bitte an:

Stadtver­wal­tung Pritzwalk

Kon­to-Nr. 1411002225

Sparkasse Pritzwalk

BLZ 16050101

Stich­wort: “Bran­dopfer­hil­fe”

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