6. Oktober 2013 · Quelle: Inforiot

Teltow: Refugees (un)welcome?

80 Menschen demonstrieren in Teltow gegen Rassismus /Provokation durch Rassist_innen am Rand der Demo

INFORIOT — In den ver­gan­genen Wochen kam es zu mehreren Ein­schüchterun­gen und Über­grif­f­en auf Geflüchtete in Tel­tow (Pots­dam-Mit­tel­mark). Stick­er, welche den mus­lim­is­chen Glauben verunglimpfe­nen, wur­den teil­weise als Antifa-Stick­er getarnt und verklebt, eben­so wie NPD-Stick­er. Aus diesem Grund organ­isierten Geflüchtete aus Tel­tow und Unterstützer_innen aus Berlin und Bran­den­burg am ver­gan­genen Son­ntag eine Demon­stra­tion gegen “ras­sis­tis­che Het­ze und Gewalt” und für “eine offene und sol­i­darische Gesellschaft”. Ein weit­eres Ziel war die Ent­fer­nung der ras­sis­tis­chen Stick­er ent­lang der Demon­stra­tionsroute.

Die Demon­stra­tion startete um 15:00 Uhr am Lager in der Pots­damer Straße 5. In Tel­tow lebende Geflüchtete führten die Demon­stra­tion an. Laut­stark lief der Aufzug in Rich­tung S‑Bahnhof Tel­tow Stadt. In ver­schiede­nen Rede­beiträ­gen macht­en Geflüchtete nicht nur auf die momen­tane bedro­hende Sit­u­a­tion aufmerk­sam, son­dern forderten auch ein Ende der unmen­schlichen Asylpoli­tik in Bran­den­burg und Deutsch­land.

Willkom­men­skul­tur in Tel­tow

Viele Anwohner_innen aus Tel­tow bzw. Besucher_innen des gle­ichzeit­ig stat­tfind­en­den Stadt­festes beobachteten die Demon­stri­eren­den. Einige äußerten sich abfäl­lig über Asyl­suchende, eine Per­son zeigte darüber hin­aus den “Hit­ler­gruß”. Auf Höhe der Pots­damer Straße 89b ver­sucht­en dann zwei ver­mummte Neon­azis die Demon­stra­tion abzu­fo­tografieren. Im Umfeld des Wohn­haus­es befan­den sich zudem eine Vielzahl an NPD-Stick­ern, welche von Demon­stri­eren­den ent­fer­nt wur­den, am Kreisverkehr beim Zeppelinufer/Teltower Damm wur­den weit­ere Stick­er ent­fer­nt. Auf diesen befan­den sich antimus­lim­is­che Darstel­lun­gen, welche mit dem Antifa-Logo verse­hen waren. Dass es sich hier­bei um von Rassist_Innen getarnte Pro­pa­gan­da han­delt, ist offen­sichtlich.

Als die Demon­stra­tion am Bahn­hof been­det wurde, kam es zu ein­er weit­eren Pro­voka­tion seit­ens eines Tel­tow­er Anwohn­ers. Beim Ver­lassen des Bahn­hofes zeigte er unter “Aus­län­der raus!”- Rufen den “Hit­ler­gruß”.

Weit­ere Bilder: hier.

One Reply to “Teltow: Refugees (un)welcome?”

  1. Rorschach sagt:

    Und es hat sich kein Stück gebessert! Im Gegen­teil! Vor ca. 2 Monat­en fand hier schon­wieder ne Nazide­mo statt und kein Schwein macht was dage­gen! Man find­et darüber auch lei­der nichts im Inter­net!
    Im “Tel­tow­er-Busch­funk” heisst es dass die Nazis hier dem­nächst eine “Jugend­ver­anstal­tung” machen wollen um dort ihr men­schen­ver­ach­t­en­des Gedankengut “under­cov­er” zu ver­bre­it­en! Auss­er dem Busch­funk natürlich.….….…..keine Infos!
    I think its time for anoth­er Demo!
    Say it loud! Say it clear!
    Refugees are wel­come here!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Infori­ot — Zum “Tag der Deutschen Ein­heiT” ruft „Der III. Weg“ zu ein­er großen Demon­stra­tion nach Berlin-Hohen­schön­hausen. Ganz vorne mit dabei wer­den Neon­azis aus Bran­den­burg sein.
Am 29.07.2020 demon­stri­erten Bewohner*innen auf dem Gelände der Sam­melun­terkun­ft in Stahns­dorf, um die Öffentlichkeit auf ihre des­o­late Sit­u­a­tion aufmerk­sam zu machen.
In ein­er Pressemit­teilung erk­lärt der Land­kreis Pots­dam-Mit­tel­mark, dass sie erst­mals einen Geflüchteten im Aus­reisege­wahrsam am Flughafen Schöne­feld unter Zwangsquar­an­täne gestellt haben.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot