15. März 2016 · Quelle: Presseservice

?Rathenow?: ?Bürgerbündnis?-Führer will Bürgermeister werden

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Der Dien­stagabend in Rathenow stand ein­mal mehr im Fokus ver­schieden­er poli­tis­ch­er Ver­samm­lun­gen. Das rechte „Bürg­er­bünd­nis Havel­land“ führte wieder seinen kon­tinuier­lichen Aufzug auf dem Märkischen Platz durch, das zivilge­sellschaftliche Aktions­bünd­nis dazu eine Protest- und Diskus­sionsver­anstal­tung auf dem August-Bebel-Platz.
Geringe Teilnehmer_innenzahlen

Ins­ge­samt lässt das Inter­esse der Rathenow­er an den Ver­samm­lun­gen jedoch immer weit­er nach. Während die Zivilge­sellschaft immer­hin mit gle­ich­bleibend 70–80 Men­schen für eine Stadt der Weltof­fen­heit und Men­schlichkeit ein­ste­ht, ver­liert das „Bürg­er­bünd­nis“ weit­ere Sympathisant_innen. Waren vor drei Wochen dort noch 350 Per­so­n­en mit­marschiert, ver­sam­melten sich heute höch­stens 200 Bündler_innen auf dem Märkischen Platz. An dem anschließen­den so genan­nten Abendspazier­gang des „Bürg­er­bünd­niss­es“ beteiligten sich sog­ar nur ca. 150.
Kaiser will Bürg­er­meis­ter wer­den
Den­noch scheint das Selb­st­be­wusst­sein beim „Bürg­er­bünd­nis“ derzeit unge­brochen, ins­beson­dere bei Bündler-Chef Chris­t­ian Kaiser. Dieser kündigte näm­lich während seines Rede­beitrages auf dem Märkischen Platz eine Kan­di­datur bei den näch­sten Bürgermeister_innenwahlen, die voraus­sichtlich 2018 stat­tfind­en, an. Ob der Kfz-Mecha­tron­iker aus Rathenow-West dabei ern­sthafte Chan­cen haben wird, bleibt fraglich. Er hofft anscheinend auf einen weit­eren Erfolg der AfD, der er sich in jüng­ster Ver­gan­gen­heit poli­tisch angenähert hat. Zumin­d­est hat die Partei, möglicher­weise auch durch ihren Erfolg bei den jüng­sten Land­tagswahlen, bei den Anhänger_innen des „Bürg­er­bünd­niss­es“ nicht über­hör­bare Sym­pa­thien. Diese wurde bei der nach­fol­gen­den Red­ner­in eben­so deut­lich, wie bei Red­ner Ralf Maasch. Der Hartz-4-Empfänger aus Rathenow, gab sich am Dien­stagabend sog­ar als ein­er der glühend­sten AfD Verehrer. Dass diese Partei aber sein momen­tanes „Einkom­men“ de fac­to abschaf­fen will, stört ihn dabei anscheinend nur wenig. Im Gegen­teil, Maasch forderte in seinem „Rede­beitrag“ sog­ar sel­ber die Abschaf­fung von Hartz‑4.
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