29. Mai 2020 · Quelle: Frierock Festival

22. Frierock Festival auf 2021 verschoben

Alle, die sich auf die 22. Ausgabe des Frierock Festivals gefreut haben, müssen jetzt stark sein - und werden ihre Geduld auf eine ungeplant lange Probe stellen müssen: Das beliebte Rockfestival wird erst wieder am 13./14. August 2021 stattfinden.

Frie­sack, 19. Mai 2020. Alle, die sich auf die 22. Aus­gabe des Frie­rock Fes­ti­vals gefreut haben, müssen jet­zt stark sein — und wer­den ihre Geduld auf eine unge­plant lange Probe stellen müssen: Das beliebte Rock­fes­ti­val wird erst wieder am 13./14. August 2021 die Tore der Freilicht­bühne Frie­sack öff­nen kön­nen. Zurück­lehnen wird sich das Organ­i­sa­tion­steam bis dahin mit­nicht­en.

Die Pla­nun­gen für ein weit­eres August-Woch­enende der Ekstase, des musikalis­chen Hochgenuss­es und der unbändi­gen Tanzfreude waren schon so gut wie abgeschlossen. Doch nun machen die Eindäm­mungs­maß­nah­men rund um das Coro­n­avirus dem Frie­rock-Kollek­tiv und seinen Gästen einen Strich durch die Rech­nung. “Wir hat­ten bere­its ein schlagfer­tiges, abwech­slungsre­ich­es und abso­lut tanzbares Line-Up in der Pipeline. Die Tinte unter den ersten Verträ­gen mit den Bands ist schon seit einiger Zeit trock­en.”, so Valentin Franklyn aus dem Organ­i­sa­tion­steam des Frie­rock Fes­ti­vals.

Über­raschend kommt die Absage zu diesem Zeit­punkt nicht, hat­te die Bran­den­bur­gis­che Lan­desregierung doch bere­its Mitte April beschlossen, dass Großver­anstal­tun­gen bis zum 31. August ver­boten sein wer­den. “Natür­lich haben uns die ver­schiede­nen Szenar­ien schon seit eini­gen Wochen beschäftigt. In unseren regelmäßi­gen Videokon­feren­zen war das ein Dauerthe­ma. Aber wer neben dem eigentlichen Beruf so viel Zeit und Energie in die Organ­i­sa­tion eines Fes­ti­vals steckt, der klam­mert sich vielle­icht etwas länger an einen dün­nen Stro­hhalm als Leute, für die das nur ein Job ist.”, so Franklyn.

Doch was macht ein Fes­ti­val-Organ­i­sa­tion­steam in Zeit­en wie diesen? Chris­t­ian Brüg­gmann, ein weit­er­er Mit­stre­it­er aus dem Frie­rock-Kollek­tiv hat eine ein­fache Antwort: “Ein bloßes Musik­fes­ti­val sind wir ja schon lange nicht mehr. Wir sind eine Gruppe aus unge­fähr 50 jun­gen und jungge­bliebe­nen Men­schen mit den unter­schiedlich­sten Tal­en­ten und Ideen. Da entste­hen ständig neue Pro­jek­te und Ini­tia­tiv­en für Frie­sack, das Havel­land und die Welt.” Wie das konkret aussieht? In den let­zten Jahren ini­ti­ierten die Frie­rock­er mit ort­san­säs­si­gen Vere­inen, engagierten Bürg­erin­nen und Bürg­ern, Lokalpoli­tik, Stadtver­wal­tung und weit­eren wichti­gen Part­nern den Run­den Tisch Frie­sack, der sich für die Inte­gra­tion von Geflüchteten ein­set­zte. Daraus ent­standen weit­ere Pro­jek­te, wie ein Fach­tag zur Arbeits­mark­t­in­te­gra­tion geflüchteter Men­schen vor Ort. 2018/2019 organ­isierten die Rock­musik­fre­unde einen Jugen­daus­tausch mit Israel, an denen dreizehn Jugendliche aus dem Havel­land teil­nah­men und Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, das Tote Meer sowie zuvor fremde Men­schen und Kul­turen ken­nen­ler­nen kon­nten.

Von daher passt es zum Frie­rock-Kollek­tiv, dass es auch in Zeit­en von sozialer Dis­tanz und Krise zusam­men­hält und kreativ-kon­struk­tiv die aktuellen Her­aus­forderun­gen ange­ht. So ent­stand das Pro­jekt “FRIEROCK HILFT”. Mehrere kleine Aktio­nen sollen unter­stützen, helfen oder ein­fach eine Freude machen. So wurde der Erlös ein­er von den Frierocker*innen Christi­na Bran­dl, Judith Ste­fan und Max Gröger gestemmten Masken­nähak­tion, bei der alte Fes­ti­val­shirts ver­wen­det wur­den, an CADUS e.V. gespendet. Diese

Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tion leis­tet beispiel­sweise medi­zinis­che Nothil­fe in Krisen- und Kriegs­ge­bi­etet wie Syrien oder dem Irak. Das Fes­ti­val-Team aus Frie­sack hat weit­ere “FRIEROCK HILFT”-Projekte geplant. Diese wer­den zeit­nah in den sozialen Medi­en des Frie­rock Fes­ti­vals bekanntgegeben.Trotz Krisen­zeit­en und Fes­ti­val­ab­sage gibt es keinen Still­stand — es geht immer weit­er. Frei nach einem Zitat aus dem Film Bar 25 — Tage außer­halb der Zeit: “Bleib nicht dabei davon zu träu­men, son­dern schnapp’ dir deine Fre­unde. Denn mit vie­len kann man viel erre­ichen. Wenn ihr eine Idee im Kopf habt — macht sie ein­fach!”  Und so wid­met sich das Frie­rock-Kollek­tiv fort­laufend neuen Pro­jek­ten und Aktio­nen und schöpft aus diesen stetig Kraft — Kraft für die Gegen­wart und natür­lich auch für die Zukun­ft. Voller Zuver­sicht blick­en die Rock­er auf das näch­ste Jahr, in dem sie wieder mit zahlre­ichen Gästen ihr geliebtes Fes­ti­val zele­bri­eren kön­nen.
Klein­er Nach­trag: Eine weit­ere “FRIEROCK HILFT”-Aktion kon­nte ger­ade dieser Tage in Sack und Tüten gebracht wer­den. So kon­nten 200 Postkarten mit indi­vidu­ellen Grüßen an 2 Seniorenein­rich­tun­gen in Frie­sack und eine Seniorenein­rich­tung der AWO in Bad Wilsnack vom Frie­rock-Team ange­fer­tigt wer­den und zum Pfin­gs­fest ver­schickt. Finanziert wird die Idee vom Träger des Frie­rock Fes­ti­vals, dem AWO Ortsvere­in Frie­sack e.V.
Frie­rock-Fes­ti­val
13.–14. August 2021
Freilicht­bühne Frie­sack

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