7. Dezember 2004 · Quelle: Flüchtlingsrat Brandenburg

Abschiebehaft statt Schutz vor Verfolgung

Tschetschenis­che Flüchtlinge in Deutsch­land -
statt Schutz vor Ver­fol­gung: Abschiebe­haft
Kaum in Bran­den­burg angekom­men, lan­den
tschetschenis­che Flüchtlinge in der Abschiebe­haft Eisen­hüt­ten­stadt

Vor 10 Jahren, am 11. Dezem­ber 1994, began­nen die rus­sis­chen Kriege in Tschetsche­nien, seit dem 2. Weltkrieg der läng­ste und blutig­ste Krieg in Europa. Durch Bom­bardierung der Zivil­bevölkerung wur­den 200.000 Zivilis­ten getötet, unter ihnen 42.000 Kinder. 80% aller Städte und Dör­fer wur­den zer­stört, ein ganzes Volk seines Besitzes und sein­er Lebens­be­din­gun­gen beraubt. Die heutige Sit­u­a­tion ist gekennze­ich­net durch gezielte Ver­haf­tun­gen, Folterun­gen und ille­gale Hin­rich­tun­gen. Beson­ders nach der Auflö­sung der Flüchtlingslager in der Nach­bar­repub­lik Inguschetien hat sich der Strom tschetschenis­ch­er Flüchtlinge nach Europa verzehn­facht. Weni­gen gelingt die Über­win­dung der Gren­ze nach Deutsch­land bzw. Bran­den­burg.

Seit der Mit­glied­schaft Polens und Tschechiens in der EU erwartet sie hier kein Schutz, son­dern die sofor­tige Inhaftierung im Abschiebege­wahrsam Eisen­hüt­ten­stadt nahe der pol­nis­chen Gren­ze. In den Nacht­stun­den wer­den sie vom BGS abge­holt und nach Polen zurück­geschoben. Deutsch­land gewährt kein Asyl, son­dern beruft sich auf das Dublin­er Übereinkom­men. So wer­den Flüchtlinge in das EU-Land zurück geschickt, welch­es sie als erstes betreten haben.
Deutsch­land entzieht sich damit jeglich­er Ver­ant­wor­tung. Statt eines men­schen­würdi­gen Endes ihrer Flucht wer­den die Flüchtlinge zwis­chen Gefäng­nis­sen und Lagern hin und her geschoben, ihre Fam­i­lien wer­den getren­nt und es erwartet sie die absolute Per­spek­tivlosigkeit.

Wir fordern einen angemesse­nen Schutz für tschetschenis­che Flüchtlinge in Deutsch­land!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Cot­tbus — Im Kampf gegen die Bedeu­tungslosigkeit gibt sich die NPD als Küm­mer­er. Mit ein­er Art Bürg­er­wehr streifen Aktivis­ten durch die Stadt. Die Aktio­nen sor­gen für Befrem­den.
INFORIOT – Som­mer, Sonne, Camp­ing! Hier­mit präsen­tieren wir die vierte Aus­gabe des Infori­ot Fes­ti­val-Guide für Bran­den­burg.
INFORIOT Mit ein­er neuen Kam­pagne will die NPD in Bran­den­burg die Frei­willige Feuer­wehr ‘unter­wan­dern’. Auf ihrer Face­book-Seite fordert die NPD ihre Anhän­gerIn­nen und Sym­pa­thisan­tInnen auf, sich aktiv in den Frei­willi­gen Feuer­wehren des Lan­des zu engagieren. Mit der Kam­pagne erhofft sich die Recht­saußen-Partei eine Ver­tiefung regionaler Ver­ankerung und Akzep­tanz in diesem äußerst ange­se­henen Bere­ich des Ehre­namts.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot