9. März 2012 · Quelle: Antifaschistische Recherchegruppe Frankfurt (Oder)

AN-OS nun ohne Meißner?

Neonazi Michael Meißner gibt vermeintlichen Ausstieg aus den „Autonomen Nationalisten Oder Spree“ bekannt.

Am Mon­tag, dem 5. März, ließ der Eisen­hüt­ten­städter Neon­azi auf sein­er Face­book Seite, sowie auf der Inter­net­präsenz der „Autonomen Nation­al­is­ten Oder Spree“, kurz: AN-OS, seinen ver­meintlichen Ausstieg aus der Neon­azi­grup­pierung ver­laut­baren. Pri­vate Gründe, Prob­leme mit der Antifa, sowie inhaltliche Dif­feren­zen mit dem „Nationalen Wider­stand“ zwin­gen ihn ange­blich dazu, seine Aktiv­itäten in der Gruppe einzustellen.

 

Jedoch ist sein „Ausstieg“ mehr als unglaub­würdig. Er dis­tanzierte sich wed­er von seinen Aktiv­itäten im Zusam­men­hang mit den „AN-OS“ noch von deren Ide­olo­gie. Die seit ca. drei Jahren im Raum Frank­furt (Oder) und Eisen­hüt­ten­stadt aktive Neon­azi­grup­pierung propagiert ganz offen einen „nationalen Sozial­is­mus“ und beteiligte sich in der Ver­gan­gen­heit an zahlre­ichen neon­azis­tis­chen Aufmärschen in Bran­den­burg und darüber hin­aus. Außer­dem fällt sie stetig durch Pro­pa­gan­dade­lik­te im Raum Oder-Spree auf und griff vor kurzem erst die Räum­lichkeit­en des linksalter­na­tiv­en Vere­ins Utopia e.V. in Frank­furt (Oder) an. Dazu kommt, dass Michael Meißn­er weit­er­hin der Domain­in­hab­er der Inter­net­seite der „AN-OS“ ist.

 

Eine Domain­abfrage auf www.whois.de zur Inter­net­seite der AN-OS (www.an-os-bna.com) am 9. März ergab fol­gen­des Ergebnis:

 

Es bleibt abzuwarten, ob der 25-Jährige seine Aktiv­itäten inner­halb der „AN-OS“ wirk­lich ein­stellt. Fakt ist, Michael Meißn­er war und ist ein überzeugter Neonazi.

 

Im Fol­gen­den doku­men­tieren wir aus­gewählte Ereignisse, bei denen Michael Meißn­er in der Ver­gan­gen­heit im Zusam­men­hang mit den „Autonomen Nation­al­is­ten Oder Spree“ in Erschei­n­ung trat.

 

Michael Meißn­er, im Vorder­grund mit weißem Pullover und weißer Arm­binde, als Ord­ner bei einem Neon­azi­auf­marsch am 27. März 2010 in Neuruppin.

 

Am 9. Juli 2011 bei einem Neon­azi­auf­marsch in Neu­rup­pin ver­suchte Michael Meißn­er einen Fotografen anzu­greifen. Links von ihm Marten Erlebach aus Frank­furt (Oder).

 

In Teterow attack­ierte er am 05. März 2011 bei einem NPD Auf­marsch einen Kam­era­mann des NDR.

 

Michael Meißn­er (mitte) zusam­men mit Marten Erlebach (links) und Mar­tin Schlechte aus Eisen­hüt­ten­stadt (rechts), auf ein­er NPD Demon­stra­tion am 08. Mai 2010 in Bran­den­burg an der Hav­el. Die Vorgänger­struk­tur der „Autonomen Nation­al­is­ten Oder Spree“ hieß damals noch „Fre­un­deskreis NS/OS“, set­zte sich aber aus dem­sel­ben Per­so­n­enkreis zusammen.

 

Michael Meißn­er auf einem Stick­er der „AN-OS“.

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