17. März 2005 · Quelle: Antisexistische Aktion Cottbus

Armes “CB

Am 18.03.2005 soll in der Cot­tbuser Szene-Dis­co „CB“ eine so genan­nte “Porno-Par­ty” stattfinden.
Wie auf den Fly­ern zu ent­nehmen war, han­dle es sich bei dieser Ver­anstal­tung nicht nur um eine „Null-Acht-Fün­fzehn“ Ver­anstal­tung. Nein, es soll ein reel­er Porno gedreht werden. 

Zur Ver­anstal­tung kön­nen nicht nur alle kom­men, die anscheinend zu Hause sex­uell unbe­friedigt und über 18 Jahre sind, nein Mann kann sogar
mit­machen! Die Chance soll laut Info­plan des „CB´s“ zwar sehr ger­ing sein, doch die Möglichkeit bestehe. 

Die Pro­duk­tion des Pornofilms übern­immt die Porno-Pro­duk­tions­fir­ma „Mag­ma“, welche die Darstel­lerin­nen zum Drehort mit­brin­gen. Stolz wird erk­lärt, dass diese Fir­ma ger­ade das “CB” als Drehort auserko­ren hat.
Das Frauen in unser­er von Män­nern dominieren­den Gesellschaft, Män­nern gegenüber immer noch nicht gle­ich­berechtigt sind, ist nicht zu leug­nen – es ist auch nicht nur eine Farce. Wir find­en es sehr bedauer­lich und erschreck­end, dass Frauendiskri­m­inierung in der Öffentlichkeit auf so einen großen Zus­pruch trifft und es nahezu keine Diskus­sio­nen zu diesem The­ma gibt. Fakt ist, dass bei pornographis­chen Fil­men die Frau als Lus­to­b­jekt miss­braucht wird und solange Frauen als Objek­te gese­hen wer­den, wird und kann es nie zu ein­er Gle­ich­berech­ti­gung zwis­chen Mann und Frau in ein­er Gesellschaft kommen. 

Man muss sich vor Augen hal­ten, dass es laut offiziellen Angaben ca. 200.000 Zwang­spros­ti­tu­ierte und 400.000 Beruf­spros­ti­tu­ierte in Deutsch­land gibt und wenn man diese Zahl aus real­is­tis­ch­er Sicht betra­chtet, dann weiß man, dass sie nicht sinken wird. (Quelle: Bun­de­samt für Sta­tis­tik). Ste­fan Franke (23) vom Bünd­nis gegen Sex­is­mus sagt zu diesem The­ma: “Die Frau muss als solche respek­tiert wer­den und sollte nicht als Objekt unbe­friedigter Män­ner dienen.”
Viele wer­den jet­zt den Ein­wand brin­gen, das sämtliche Darstel­lerin­nen dieser Art von Film ihre Arbeit auf frei­williger Basis ver­richt­en wür­den, doch soll­ten sich alle die Frage stellen ob sie einen solchen „Job“ frei­willig ausüben wür­den, wenn sie auf der anderen Seite einen eben­so gut bezahlten Beruf hätten. 

Vom Anse­hen der Arbeit möcht­en wir hier erst gar nicht sprechen. Natür­lich kann sich jed­er sein eigenes Urteil bilden. 

Wir Fordern: Sex­is­mus auf allen Ebe­nen mit allem Mit­teln entgegenwirken!

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