28. Juni 2005 · Quelle: MOZ

Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel eröffnet

Frank­furt (Oder) (dpa) Eine Fach­ber­atungsstelle für Opfer von Men­schen­han­del und Zwang­spros­ti­tu­tion sowie für die Aids-Präven­tion ist am Mon­tag in Frank­furt (Oder) eröffnet wor­den. Der Trägervere­in Bel­ladon­na hat für den Betrieb der Ein­rich­tung 11 000 Euro vom Bran­den­burg­er Sozialmin­is­teri­um erhal­ten. “Wir wollen damit trotz schwieriger Haushalt­slage das Engage­ment des Vere­ins unter­stützen und Mut machen, diese schwierige und aufopfer­ungsvolle Arbeit fortzuset­zen”, sagte Sozialmin­is­terin Dag­mar Ziegler (SPD) bei der Übergabe. 

Die Frauen­ber­atungsstelle bezog im Frank­furter Luther­s­tift neue Räume. Sie wird von dort aus Frauen, Pros­ti­tu­ierte und Migran­tinnen berat­en und begleit­en, die von Heirats- oder Men­schen­han­del und Gewalt betrof­fen sind und in Bran­den­burg oder der pol­nis­chen Gren­zre­gion leben oder arbeit­en. Bel­ladon­na ver­mit­telt den betrof­fe­nen Frauen Recht­san­wälte und Psy­cholo­gen, begleit­et sie zu Ämtern und organ­isiert not­falls auch die Heimreise. 

Der Vere­in Bel­ladon­na existiert bere­its seit 15 Jahren in Frank­furt. Er wird seit 1995 vom Land unter­stützt. In diesem Jahr gab es ins­ge­samt 185 000 Euro für Pro­jek­te des Vere­ins. Er betreut jährlich durch­schnit­tlich 20 Betrof­fene inten­siv. Außer­dem sind Street­work­erin­nen von Bel­ladon­na zur Aid­saufk­lärung und Hil­fe im Umfeld von Pros­ti­tu­ierten ent­lang der Gren­ze im Ein­satz. Sie arbeit­en dabei mit pol­nis­chen und rus­sis­chen Part­nern zusammen.

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