3. Juni 2007 · Quelle: Bad Freienwalder Alternative e.V.

Bürgermeister setzt auf das SPI

Nach­dem der Bad Freien­walder Alter­na­tive e.V. die Räume im städtis­chen Jugendzen­trum „Offi“ ohne Angabe von Grün­den durch die Stiftung SPI gekündigt wur­den, wer­den nach und nach immer mehr Hin­ter­gründe offen­sichtlich. In einem großen, 3‑stöckigen Haus, was immer als „überdi­men­sion­iert“ für diese Stadt beze­ich­net wird und wurde, ist dieses „Selb­st­be­darfs-“ Argu­ment mehr als schein­heilig. Als die BFA einen Antrag auf Weit­er­nutzung der Sporthalle KT 60 stellte, die laut Plan abgeris­sen wer­den soll, wurde ihr mit­geteilt, dass der Rück­bau dieser beschlossene Sache ist. Der dor­tige Platz ist für Wohneigen­tum vorge­se­hen. Die unmit­tel­bare Nach­barschaft der Freilicht­bühne scheint dabei nicht zu stören. Auch eine Abän­derung des Beschlusses wird nicht in Erwä­gung gezo­gen, teilte der Bürg­er­meis­ter per­sön­lich mit, wie er auch alle anderen Anträge der BFA an die Stadt und deren Gremien an sich reißt und per­sön­lich behan­delt. Wie auch in allen anderen Beispie­len wurde auch hier nicht im Ansatz auf konzep­tionelle oder andere inhaltliche Argu­mente einge­gan­gen. Nein, es wurde eher mit­geteilt dass es in den ehe­ma­li­gen Räu­men der BFA ein neuer Jugend­klub mit „demokratis­ch­er Selb­st­s­teuerung“ instal­liert wer­den soll. Diese Demokratie hat die BFA in den let­zten Jahren deut­lich zu spüren bekom­men. Neon­azis auf Ver­anstal­tun­gen der Stiftung SPI, mehrere Polizeiein­sätze zum Schutz der BFA, auch aus­ge­hend von Ver­anstal­tun­gen des Off­is. Straftat­en von SPI-Mitar­beit­ern sowie Offi – Besuch­ern zum Schaden der BFA wur­den zu regelmäßi­gen Zer­e­monien. Anti­semi­tis­che und ras­sis­tis­che Witze sind für einige Offi – Mitar­beit­er eben­so wenig ein Prob­lem, wie Neon­azi – Klam­ot­ten der Marke „Thor Steinar“. Selb­st sex­is­tis­che Ent­gleisun­gen gehören zum Tages­geschäft und verdirbt eini­gen Jugendlichen schon diese „Demokratie“. Der Ver­such ist zu erken­nen, die BFA mit ein­er ein­fachen Jugend­clique gle­ichzuset­zen, trotz­dem es sich hier um einen einge­tra­ge­nen Vere­in han­delt, der den Sta­tus der Gemein­nützigkeit besitzt. Im Recht fühlt sich der Bürg­er­meis­ter der Stadt Bad Freien­walde wohl, nach­dem er, gemein­sam mit dem Freien­walder SPI – Chef „von Essen“ und dem Mitar­beit­er des MBT Bran­den­burg „R. Kokoschko“ fest­gestellt hat, dass es in Bad Freien­walde wohl nur ca 8 Neon­azis gibt.
Abzuwarten bleibt, inwieweit die Stadt Bad Freien­walde weit­er­hin pas­siv diesem Treiben zuschaut, in dem ein, durch demokratis­che Staat­sor­gane legit­imiert­er gemein­nütziger Vere­in dif­famiert und diskri­m­iniert und somit ein Teil der Jugend mit offizieller Dul­dung der Stadt aus­ge­gren­zt wird.

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