10. März 2009 · Quelle:

Bürgerproteste gegen NPD Infostand

Pren­zlau — Bürg­er Pren­zlaus haben am Sam­stag let­zter Woche gegen die NPD demon­stri­ert. Anlass war ein Info­s­tand, den die Recht­sex­trem­is­ten in Pren­zlaus Einkauf­s­meilchen Friedrich­straße für knapp 90 Minuten vor dem Kino aufge­baut hat­ten. Unter den Demon­stran­ten befand sich auch Pren­zlaus Bürg­er­meis­ter Hans-Peter Moser (Die Linke).

Wer gehofft hat­te an diesem Tag ein­mal die Mit­glieder des neu gegrün­de­ten Orts­bere­ich­es Pren­zlau der NPD in Aktion zu erleben, der sah sich getäuscht. Neben dem Kreisvor­sitzen­den der NPD BUM, Mar­co Rohde, und den Kreistagab­ge­ord­neten Irm­gard Hack und Andy Kucharzews­ki waren nur Leute zu sehen, die son­st eher den Autonomen Nation­al­is­ten zuzuord­nen sind. Christoph Ziese, Michael Schmidt von den „Hate­core War­riors Uck­er­mark“ und Andere, die bere­its am 14. Feb­ru­ar in Dres­den gemein­sam hin­ter dem Mafiosi René Her­mann (Maf ste­ht für Märkische Aktions­front) aus Eber­swalde und seinem Trans­par­ent her­marschiert sind, gaben sich auch hier ein Stelldichein.

Fata Mor­gana Ortsverband

Es ist schon beze­ich­nend, dass die NPD bis heute nicht über den so wenig erfreulich ver­laufe­nen Info­s­tand in Pren­zlau auf ihrer Web­site berichtet hat. Da man dies­mal nicht unter sich war, kann man auch schlecht von ein­er ersten gelun­genen öffentlichen Aktion des neuen Orts­bere­ich­es sprechen. Am 23. Feb­ru­ar – als man unter sich war — hieß es auf der Web­site: „Am ver­gan­genen Woch­enende war es nun soweit (Grün­dung Orts­bere­ich­es Pren­zlau [ipr]). Bis zum let­zten Platz war der Saal beset­zt. Anwe­send waren neben NPD Mit­gliedern auch Kam­er­aden der ver­bun­de­nen Kräfte und inter­essierte Bürg­er. Wie bere­its vor 14 Tagen wur­den auch hier wieder mehrere neue Mit­glied­santräge ein­gere­icht. Dieser uner­wartete Ansturm führte im Vor­feld der Ver­anstal­tung zu einiger Verzögerung.“

Von uner­warteten Ansturm kon­nte man let­zten Sam­stag nicht reden. Die Pas­san­ten zeigten der NPD die kalte Schul­ter und nah­men lieber die Fly­er der Demon­stran­ten. Geschäftsin­hab­er hängten von den Demon­stran­ten gefer­tigte Plakate in die Ein­ganstüren und Aus­la­gen. Ger­ade ein­mal zwei Men­schen ver­liefen sich laut Augen­zeu­gen zum NPD Stand.

Bei der Grün­dung des Ortsver­ban­des Schwedt im Herb­st 2007 war man wenig­stens so ehrlich zu schreiben, dass „M. Neu­mann von 15 der anwe­senden Schwedter NPD-Mit­gliedern zum Vor­sitzen­den des Orts­bere­ich­es gewählt“ wurde. Der­ar­tige Angaben fehlten dies­mal beim Bericht über die Pren­zlauer Neu­grün­dung völlig.

Stattdessen fing man sogle­ich an zu jam­mern. Da soll der poli­tis­che Geg­n­er mit dem Beschmieren ein­er jüdis­chen Gedenk­tafel auf die Grün­dung des Orts­bere­ich­es reagiert haben. Nation­al gesin­nte Fußballer wegen eines Adlers erpresst wor­den sein, und Geschäft­sleute sollen unter Druck geset­zt wor­den sein, ja keine Aufträge von der NPD anzunehmen.

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