16. März 2005 · Quelle: Solid

Bunte Vielfalt statt brauner Monokultur

Bere­its am 4. Feb­ru­ar war die Aktion “auf­muck­en gegen rechts”, ein
gemein­schaftlich­es Kul­tur­pro­jekt von [ìsol­id] — die sozial­is­tis­che Jugend
und den Gew­erkschaft­sju­gen­den, zu Gast in der Potsdamer
Voltaire-Gesamtschule. 

Damals wur­den gut 300 CDìs, die im Rah­men des Pro­jek­tes von den
Jugendlichen pro­duziert wor­den sind und auf denen neben so bekannten
Kün­stlern wie “Seeed” oder “Die Sterne” auch die Pots­damer Band “Lex
Bark­er Expe­ri­ence” zu find­en ist, inner­halb weniger Minuten an die
Voltaire-Schüler verteilt. 

Neben der Musik enthält die CD mit dem Unter­ti­tel “Beweg Dich! — damit
sich was bewegt” auch einen PC-Daten­teil mit Tex­ten, die über braune
Ide­olo­gie und Pro­pa­gan­da aufk­lären und eine Link-Samm­lung zu verschiedenen
anti­ras­sis­tis­chen und antifaschis­tis­chen Ini­tia­tiv­en und Verbänden. 

Im Rah­men der inter­na­tionalen Woche gegen Ras­sis­mus vom 15.- 21. 03.
wer­den die Ini­tia­toren des Pro­jek­tes auch in Pots­dam wieder aktiv gegen
braune Monokultur. 

Dazu erk­lärt Robert Wol­len­berg (20), Sprech­er von “auf­muck­en gegen rechts”
und Lan­desvor­sitzen­der von [ìsol­id] Brandenburg: 

“Nach der Verteilak­tion im Stadtzen­trum geht es jet­zt qua­si in “die
Periph­erie”. Die Inter­na­tionale Woche gegen Ras­sis­mus bietet dabei genau
den richti­gen Rah­men für unser Projekt. 

Wir wer­den auch in dieser Woche weit­er­hin das Konzept ver­fol­gen, Kultur
und Poli­tik möglichst eng miteinan­der zu verbinden. 

Schw­er­punk­te sind unsere CD-Verteilun­gen an der Stoiben-Gesamtschule am
Mittwoch und an der Rosa-Lux­em­burg-Schule am Don­ner­stag. Für bei­de Schulen
ste­hen uns dabei ins­ge­samt gut 400 CDìs zur Verfügung. 

Ein inhaltlich­es Ange­bot unter­bre­it­en wir von Mon­tag bis Mittwoch im
sozialkri­tis­chen Buch­laden “Sput­nik” in der Char­lot­ten­straße. Den Anfang
machte dabei am Mon­tag der Film “No Exit”, der den All­t­ag der “Freien
Kam­er­ad­schaft Frankfurt/Oder” doku­men­tiert. Am heuti­gen Dienstagabend
fol­gt ein Refer­at zu Recht­srock und rechtem Main­stream, am morgigen
Mittwoch gibt es ein Refer­at über neo­faschis­tis­che Organ­i­sa­tio­nen in
Bran­den­burg. Beginn ist um 19.00 Uhr. 

Den Abschluss unser­er “aufmucken”-Aktionen bildet am Don­ner­stag ein
Konz­ert im Waschhaus. Für einen Soli-Beitrag von 3? wird der geneigte
Besuch­er ab 21.00 Uhr mit Rock- und Reggea-Klän­gen ver­sorgt. Es spielen
Tools ìnì Toys aus Pots­dam und Hans der Kle­ingärt­ner aus Berlin. Die
Ein­nah­men des Konz­erts gehen zugun­sten des Vere­ins “Opfer­per­spek­tive”, der
sich um die Vertre­tung von Opfern rechter Gewalt kümmert. 

Wir bedanken uns aus­drück­lich bei allen Part­ner­In­nen und UnterstüzerInnen,
ins­beson­dere der DGB-Jugend Berlin-Bran­den­burg, dem Sput­nik, dem
Waschhaus, Hans der Kle­ingärt­ner und Tools ìnì Toys.”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die heuti­gen Veröf­fentlichun­gen von Frag­Den­Staat, rbb und dem ARD-Poli­tik­magazin Kon­traste führen vor Augen, zu welchen frag­würdi­gen Mit­teln das Bran­den­burg­er Innen­min­is­teri­um greift, um den Bau eines  Abschiebezen­trums am BER durchzusetzen.
Am Rande der let­zten Mon­tags­de­mo der selb­ster­nan­nten “Frank­furter Freigeis­ter”, kam es zu min­destens einem Über­griff auf Pressevertreter*innen. Das Bünd­niss “Kein Ort für Nazis in Frank­furt (Oder)” zeigt sich sol­i­darisch mit den Betroffnen.
Das Bünd­nis “Abschiebezen­trum BER ver­hin­dern” startet heute (04.07.2022) eine
Online-Aktionswoche gegen “Hard­er und Part­ner” – der Abschiebein­vestor soll das
geplante Abschiebezen­trum am Flughafen BER bauen.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot