12. Januar 2012 · Quelle: Antifaschistische Pressearchiv Potsdam

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Juli bis Dezember 2011

Am 7. Jan­u­ar veröf­fentlichte das Antifaschis­tis­che Pressearchiv Pots­dam (APAP) eine Chronik über neon­azis­tis­che Aktiv­itäten in Pots­dam und Umge­bung für die Monate Juli bis Dezem­ber 2011. Diese Bestand­sauf­nahme knüpft an eben­solche Pub­lika­tio­nen des APAP an, die der aktuellen Chronik voraus­ge­gan­genen sind. Dabei wird aufgezeigt, dass auch in diesem Zeitraum die Pots­damer Neon­azis keineswegs untätig waren. Die Quan­tität sowie die Qual­ität der Aktiv­itäten ist noch immer erschreck­end.

Seit ger­aumer Zeit machen Antifaschist_innen darauf aufmerk­sam, dass in Pots­dam ver­mehrt Bedro­hun­gen, Ein­schüchterun­gen und gewalt­tätige Über­griffe durch Neon­azis stat­tfind­en. Diese Ten­den­zen und Angaben kön­nen auch für die zweite Jahreshälfte bestätigt wer­den. Gle­ich mehrere solch­er Tat­en ereigneten sich in den ver­gan­genen Monat­en. Dabei fällt auf, dass Neon­azis sich allem Anschein nach zunehmend sich­er fühlen und selb­st­be­wusst in Pots­dam agieren.

Die Diskrepanz zwis­chen den vom APAP doku­men­tierten Tat­en und der von der Polizei angegebe­nen Sta­tis­tik zu Aktiv­itäten von Pots­damer Neon­azis wird auch in dieser Chronik deut­lich. Dies liegt unter anderem darin begrün­det, dass Betrof­fene von neon­azis­tis­ch­er Gewalt sel­ten den Weg der Anzeige bei der Polizei suchen. Die Gründe hier­für sind vielfältig. Der oft sehr unsen­si­ble Umgang seit­ens der Polizei mit den von Gewalt betrof­fe­nen Per­so­n­en, die geringe Aufk­lärungsquote und Furcht vor weit­eren Über­grif­f­en auf Grund der preis­gegebe­nen per­sön­lichen Dat­en für ein Ermit­tlungsver­fahren sind nur einige davon.

*Die Chronik ist als PDF im Anhang* oder auf http://apap.blogsport.eu/2012/01/07/chronik-neonazistischer-aktivitaten-in-potsdam-und-umgebung-fur-den-zeitraum-juli-bis-dezember-2011/ abruf­bar.

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