21. Januar 2011 · Quelle: Antifaschistisches Pressearchiv Potsdam {APAP}

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung

Jeden Monat ver­bre­it­en Neon­azis in Pots­dam und Umland ihr men­schen­ver­ach­t­en­des Gedankengut durch zahlre­iche Inter­net­pub­lika­tio­nen oder verteilte Pro­pa­gan­da auf den Straßen (rund 2 Pro­pa­gan­daak­tio­nen pro Monat). In dieser Chronik sind vor allem die Aktiv­itäten der NPD, «Alter­na­tiv­en Jugend Pots­dam (AJP)» und «Freie Kräfte Pots­dam (FKP)» aufge­führt und mit Dat­en über ras­sis­tis­che Gewalt in Pots­dam und Umland ergänzt.

Diese Chronik kann nicht als voll­ständi­ger Bericht des Jahres 2010 gese­hen wer­den, da sehr oft Betrof­fene von Neon­azi-Gewalt oder ras­sis­tis­ch­er Gewalt ihre Erfahrun­gen aus Angst nicht äußern und sie somit nicht öffentlich gemacht wer­den. Die Chronik ist ein Ver­such, neon­azis­tis­che Aktiv­itäten im Raum Pots­dam und Umland zu erfassen. Dabei dienen zahlre­iche Berichte aus der «Pots­damer Neusten Nachricht­en», der «Opfer­per­spek­tive» und der «[a] antifaschis­tis­che linke pots­dam (AALP)» als Daten­grund­lage. Eben­falls sind aber auch Aktio­nen und Berichte der Neon­azis selb­st mit aufge­führt.

Kurz gefasst:Die DVU ist tot, die NPD sprang aus ihren Startlöch­ern

Seit Anfang Jan­u­ar 2010 sind enorme Aktiv­itäten der NPD in Pots­dam und Umge­bung zu verze­ich­nen. Nach den Land­tagswahlen im Herb­st 2009 ver­lor die DVU in Pots­dam nicht nur ihre Sitze im Bran­den­burg­er Par­la­ment, son­dern auch viele Anhänger_innen und Funktionär_ innen an die NPD. So entsch­ied sich auch Anfang des Jahres der Stadtverord­nete Mar­cel Guse von der DVU zur NPD zu wech­seln. Er grün­dete daraufhin im Jan­u­ar 2010 den Pots­damer NPD-Stadtver­band. Seit dieser Zeit kön­nen immer wieder seine lan­gen und sin­n­freien Texte auf der Inter­net­seite der «NPD Hav­el-Nuthe» aufgerufen wer­den. Aus sein­er neon­azis­tis­chen Weltan­schau­ung macht er dabei kein Geheim­nis. Doch nicht nur durch «Inhalte» ver­sucht die NPD in Pots­dam präsent zu sein, auch wird seit Jahres­be­ginn ein monatlich­er Stammtisch der NPD abge­hal­ten. Dabei wird vorzugsweise ver­sucht «promi­nente» Referent_innen einzu­laden. Hier­bei ist festzustellen, dass der monatliche Stammtisch der gesamten Pots­damer Neon­aziszene eine Plat­tform für Aus­tausch, Ver­net­zung und gemein­same Aktio­nen liefert. Neben Verteilen ihrer Pro­pa­gand­ablät­tern («Pots­damer Fack­el» und «Wahrheit für Bran­den­burg») gehört wohl zu ihrem größten Event der «Preußen­tag» am 2.Oktober 2010, bei dem auch die Pots­damer Neon­azi-Band «Preußen­stolz » auftritt.

Die «Alter­na­tive Jugend Pots­dam» wie auch die «Freie Kräfte Pots­dam», zu let­zter­er zählt auch die neon­azis­tis­chen Plat­tform «Info­por­tal Pots­dam», sind vor allem pro­pa­gan­dis­tisch — mit Plakat­en, Aufk­le­bern, Sch­ablo­nen­sprühereien oder Tran­spi­ak­tio­nen — auf den Straßen unter­wegs. Auch von ihren Krei­de­malereien kon­nten sie sich nicht tren­nen. All diese Aktiv­itäten waren auch schon 2009 zu beobacht­en. Was nur zum ver­gan­genen Jahr noch hinzukommt ist ihr unsäglich­er Drang zur Selb­stin­sze­nierung, wie durch ihre großen Inter­ne­tankündi­gun­gen zum 14.04.2010, der «Nacht von Pots­dam». Zu ein­er anderen the­atralis­chen Aktion zählt ihr Posieren mit weißen Masken vor Pots­damer Wahllokalen Mitte Sep­tem­ber, bei der sie sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch der Aktions­for­men süd­bran­den­bur­gis­ch­er Neon­azis bedi­en­ten.

Pots­damer Neon­azis, egal ob NPD, «AJP» oder «FKP», hal­ten nicht nur bran­den­burg­weit Tre­f­fen ab, son­dern beteili­gen sich auch bun­desweit an Neon­azi-Demon­stra­tio­nen, wobei die Ver­net­zung mit gle­ich­gesin­nten Brandenburger_innen im Vorder­grund ste­ht.

Im Jahr 2010 gab es bei der Aktiv­ität der Neon­azis klare Schw­er­punk­te während der Monate Feb­ru­ar und Mai. Die Aktiv­itäten lassen sich durch die his­torischen Dat­en der Bom­bardierung Dres­dens, der «Nacht von Pots­dam» und dem Tag der Befreiung leicht zuord­nen. Ger­ade in diesen Tagen wurde großflächig Pro­pa­gan­da verteilt und Aktio­nen bzw. Aufmärsche unter­stützt und ini­ti­iert. Ein weit­er­er Schw­er­punkt neon­azis­tis­ch­er Aktiv­itäten stellt der Monat Sep­tem­ber dar, in dem ver­sucht wurde eine antifaschis­tis­che Demon­stra­tion in Pots­dam durch zahlre­iche Aktio­nen zu behin­dern. Außer­dem wurde die Ober­bürg­er­meis­ter­wahl zum Anlass von Aktio­nen. Ins­ge­samt sind für das Jahr 2010 viele neon­azis­tis­che Aktiv­itäten zu verze­ich­nen, die vor allem durch zahlre­iche und großflächige Pro­pa­gan­daak­tio­nen zu beschreiben sind. Weit­er­hin sind die his­torischen Dat­en und neon­azis­tis­che Aufmärsche in Deutsch­land immer wieder auss­chlaggebend für Aktiv­itäten. Eben­so die zunehmende lokale Ver­net­zung, durch zum Beispiel den NPD Stammtisch,macht es Neon­azis in Pots­dam möglich, das ganze Jahr über präsent zu sein.

 

Jan­u­ar
Anfang Jan­u­ar: Der NPD-Stadtver­band Pots­dam grün­det sich. (Quelle: NPD)

16.01.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Magde­burg. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «FKP», «AJP» und NPD (Quelle: AALP)

23.01.2010 – Ver­net­zungstr­e­f­fen mit Neon­azis aus Bran­den­burg (Quelle: «AJP»)

30./31.01.2010 – 1. Stammtisch der NPD Pots­dam. Die Pots­damer Neon­aziszene trifft sich auf Ein­ladung der NPD Pots­dam. (Quelle: NPD)

Feb­ru­ar
07.02.2010 – Die «FKP» und «AJP» fahren in das ehe­ma­lige Konzen­tra­tionslager Sach­sen­hausen und bericht­en in geschicht­sre­vi­sion­is­tis­ch­er Manier von ihrem «Aus­flug» auf ihren Internetseiten.(Quelle: «AJP», «FKP»)

12.02.2010 – Die «AJP» sprühen einen 30m lan­gen geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Schriftzug an eine Mauer an der Bun­desstraße 2. The­ma ist die Bom­bardierung Dres­dens im Zuge des 2. Weltkrieges. (Quelle: AALP)

13.02.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Dres­den. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «FKP», «AJP» und NPD (Quelle: AALP)

13.02.2010 – Ein deutsch­er Staats­bürg­er wurde aus ras­sis­tis­chen Motiv­en Opfer ein­er Kör­per­ver­let­zung. Es kon­nte ein Tatverdächtiger ermit­telt wer­den. Nähere
Angaben liegen nicht vor. (Quelle: LKA)

14.02.2010 – Geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che Gedenkak­tion der «FKP» und «AJP» auf dem alten Markt. The­ma ist die Bom­bardierung Dres­dens im Zuge des 2. Weltkrieges. (Quelle: «AJP», «FKP»)

20.02.2010 – Ein 34-jähriger Kameruner wurde auf dem Pots­damer Haupt­bahn­hof von einem 31-jähri­gen Betrunk­e­nen ras­sis­tisch beschimpft und unter dem Ruf «Ich steche dich ab!» mit einem Mess­er bedroht.(Quelle: dpa, 25.02.2010; Polizei)

23.02.2010 – Pro­pa­gan­daak­tion der «FKP» zum Todestag von Horst Wes­sel. Es wur­den zahlre­iche Sch­ablo­nen­sprühereien mit dem Kon­ter­fei des Nazi-Märthyr­ers und weit­ere größere Parolen in Fahrland, Mar­quardt, Wald­stadt, Rehbrücke und am Stern ange­bracht. (Quelle: AALP)

27./28.02.2010 – 2. Stammtisch der NPD Pots­dam. Dies­mal sprach ein «Wort­führer des JN-Stützpunk­tes Pots­dam […] Er informierte […] über die Arbeit des Stützpunk­tes» (Quelle: NPD)


März

07.03.2010 – Die «AJP» fahren in das Marien­bad in Bran­den­burg und bericht­en davon auf ihrer Inter­net­seite. Dabei leug­nen sie den Holo­caust. (Quelle: AALPAJP»)

20./21.03.2010 – 3. Stammtisch der NPD Pots­dam. Mit dabei der dem NPD Kreisver­band Ober­hav­el ange­hörende Thomas Salomon. (Quelle: NPD)

27.03.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Neu­rup­pin. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «FKP», «AJP» und NPD


April

07.04.2010 – Ein libane­sis­ch­er Fam­i­lien­vater wurde in einem Einkauf­cen­ter von einem 45-Jähri­gen ange­grif­f­en. Der Täter schlug dem 32-Jähri­gen ins Gesicht und bedro­hte sein Opfer, dessen Frau und zwei Kinder mit ein­er Pis­tole­nat­trappe. Die Polizei nahm den Angreifer fest.(Quelle: PNN, 08.04.2010, OPP)

11.04.2010 – Die «FKP», «AJP» und NPD laden zeit­gle­ich ein Update bzgl. der «Nacht von Pots­dam» hoch. Darin betra­cht­en sie, mit einem geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Blick, die Bom­bardierung Pots­dams am 14.04.1945.(Quelle: AALP)

12.04.2010 – Pro­pa­gan­daak­tio­nen der «FKP» und NPD bzgl. der «Nacht von Pots­dam». Sie putzen Kriegsdenkmäler.(Quelle: AALP)

12.04.2010 – Pro­pa­gan­daak­tio­nen in den Stadt­ge­bi­eten Zen­trum-Ost, dem Stern, Drewitz und der Wald­stadt. Hier­bei wer­den zahlre­iche Aufk­le­ber bzgl. der «Nacht von Pots­dam» verklebt und Parolen auf Straßen und Wände geschrieben. (Quelle: AALP)

13.04.2010 – Neon­azis verteilen den Pots­damer NPD-Pro­pa­gandafly­er «Pots­damer Fack­el» in Potsdam-West.(Quelle: AALP)

20.04.2010 – Die «AJP» nimmt an ein­er Mah­nwache in Nauen teil. The­ma ist die Bom­bardierung der Stadt am 20.04.1945. (Quelle: AJP)

29.04.2010 – Plakatak­tion für die Mobil­isierung zum 01.Mai/Berlin in Pots­dam-Nord

Mai
01.05.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Berlin. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «AJP» und NPD.(Quelle: AALP)

01.05.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Hoy­er­swer­da. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «FKP» und NPD. (Quelle: AALP)

05.05.2010 – Plakatak­tion der «FKP» und «AJP» zum 08.Mai 1945 mit der Auf­schrift «8.Mai – wir kapit­ulieren nie!» in Fahrland, Mar­quardt, Satzko­rn, Groß-Glienicke, Drewitz, Schlaatz, Wald­stadt, Rehbrücke und dem Stern sowie der Stadt Bran­den­burg.

08.05.2010 – Neon­azi­auf­marsch in Bran­den­burg. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «AJP», «FKP» und NPD. (Quelle: Antifa West­havel­land)

09.05.2010 – Die «AJP» bringt über 100 neon­azis­tis­che und geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che Sch­ablo­nen­sprühereien in Fahrland, Neu-Fahrland Mar­quardt und Groß-Glienicke an. Die Polizei nimmt daraufhin Ermit­tlun­gen wegen des Straftatbe­stands der Volksver­het­zung auf.(Quelle: AALP, PNN 10.05.2010)

13.05.2010 – Neon­azis aus Pots­dam beteili­gen sich an ein­er Pro­pa­gan­daak­tion auf der 20. Bran­den­bur­gis­chen Land­wirtschaft­saustel­lung im Erleb­nis­park Paaren und verteilen NPD Flug­blät­ter. (Quelle: NPD)

15./16.05.2010 – Neon­azis beschmieren am Stern das Bürg­er­büro des Linke-Poli­tik­ers Hans Jür­gen Schar­fen­berg mit ein­er Dop­pel­si­grune und mehreren Hak­enkreuzen. (Quelle: PNN)

22./23.05.2010 – 4. Stammtisch der NPD Pots­dam. Der JN/»Spreelichter» Kad­er Sebas­t­ian Richter war zu Besuch und sprach zum The­ma »Dieses Sys­tem bringt uns den Volk­stod!» (Quelle: NPD)

29.05.2010 – Ver­suchter Neon­azi­auf­marsch in Bernau. Mit dabei Pots­damer Neon­azis der «AJP» und NPD.

Juni
Anfang Juni: Mar­cel Guse hält einen völkischen und anti­semi­tis­chen Vor­trag vor Neon­azis in Bran­den­burg an der Hav­el und bere­it­et sie damit auf einen «möglichen Bürg­erkrieg» vor. (Quelle: NPD)

13.06.2010 – Die «AJP» fährt auf den Wald­fried­hof in Halbe (Quelle: «AJP»)

26./27.06.2010 – 5. Stammtisch der NPD Potsdam.(Quelle: NPD)

Juli
07.07.2010 – Nach dem WM-Fußball­spiel Deutsch­land- Spanien wurde am Haupt­bahn­hof ein Regierungsvertreter aus dem Jemen durch einen Schlag gegen den Kopf ver­let­zt. Der Angreifer zeigte dabei den soge­nan­nten Hit­ler­gruß. Der Tatverdächtige wurde in Gewahrsam genom­men. (Quelle: Polizei; OPP)

Mitte Juli: Die NPD Pots­dam verteilt die Bran­den­burg­er NPD-Pro­pa­gan­dazeitung «Wahrheit für Bran­den­burg» in Michen­dorf. (Quelle: NPD)

24.07.2010 – 6. Stammtisch der NPD Pots­dam. Nach dem Vor­trag eines Neon­azis der JN Pots­dam wird über den «Volk­stod» disku­tiert. (Quelle: NPD)

31.07.2010 – Ver­net­zungstr­e­f­fen mit Neon­azis aus Bran­den­burg (Quelle: «AJP»)

August
19.08.2010 – Die NPD Pots­dam verteilt die Bran­den­burg­er NPD-Pro­pa­gan­dazeitung «Wahrheit für Bran­den­burg» in Pots­dam und Tel­tow. (Quelle: NPD)

Sep­tem­ber
01.09.2010 – Pro­pa­gan­daak­tion im Stadt­teil Schlaatz bzgl. der Antifade­mo am 25.09.2010. Unter anderem wer­den auch Hak­enkreuze und durchgestrich­ene David­sterne auf die Straße gemalt und zahlre­iche Neon­azi­aufk­le­ber verklebt. (Quelle: AALP)

04./05.09.2010 – 7. Stammtisch der NPD Pots­dam. Neben inter­es­san­ten Fak­ten zum deutschen Bauern­tum wird sich ordentlich über die «viele[n] Kam­er­aden aus freien Struk­turen» gefreut, die ange­blich zum Stammtisch erschienen. (Quelle: NPD)

07.09.2010 – Neon­azis der «AJP» ent­fer­nen Plakate für die Antifade­mo am 25.09.2010 in den Stadt­teilen Fahrland, Neu Fahrland, Mar­quardt, Satzko­rn, Born­im und Born­st­edt. (Quelle: «AJP»)

Mitte Sep­tem­ber: Mar­cel Guse verteilt mit weit­eren Neon­azis die Bran­den­burg­er NPD-Pro­pa­gan­dazeitung «Wahrheit für Bran­den­burg» in Treuen­bri­et­zen. (Quelle: NPD)

13.09.2010 – Mar­cel Guse – als par­la­men­tarisch­er Arm der Anti-Antifa – stellt eine Anfrage an den Ober­bürg­er­meis­ter bzgl. d
er Antifade­mo am 25.09.2010. Dadurch ver­sucht er Infor­ma­tio­nen über den_die Anmelder_in sowie die Route der Demon­stra­tion zu erlangen.(Quelle: AALP)

14.09.2010 – Im Umfeld der «Datscha», in der an dem Abend eine Infover­anstal­tung zur Antifade­mo am 25.09.2010 stat­tfind­et, wer­den zahlre­iche Neon­azi­aufk­le­ber verklebt. (Quelle: AALP)

19.09.2010 – Neon­azis der «FKP» ver­mum­men sich mit weißen Masken und zeigen vor ver­schiede­nen Wahllokalen in Pots­dam eine Trans­par­ent mit der Auf­schrift «Die Demokrat­en brin­gen uns den Volk­stod». (Quelle: «FKP»)

22.09.2010 – Neon­azis­tis­che Plakatak­tion der «AJP» in Pots­dam-Nord mit der zen­tralen Parole «Für nationalen Sozial­is­mus». (Quelle: AALP)

23.09.2010 – In der Wald­stadt II wer­den vor mehreren Woh­nun­gen ver­meintlich link­er Jugendlich­er Nazi­parolen geschrieben und dadurch ver­sucht sie ein zu schüchtern. (Quelle: AALP)

25.09.2010 – Die «AJP» besprühen die Fach­hochschule Pots­dam mit der Parole «NS Jet­zt». (Quelle: AALP, PNN)

25.09.2010 – Neon­azis sprühen und kleben – «Sum­mer Of Hate Reloaded» – großflächig ent­lang der Route der Antifade­mo (Quelle: Antifa West­havel­land, AALP)

Okto­ber
02.10.2010 – Die Pots­damer Band «Preussen­stolz» tritt beim ersten «Preußen­tag» der NPD in Finow­furt auf. (Quelle: NPD)

16./17.10.2010 – 8. Stammtisch der NPD Pots­dam. Mit dabei, der NPD-Kreistagsab­ge­ord­nete aus dem Land­kreis Havel­land, Dieter Brose. (Quelle: NPD)

18.10.2010 – «Die Demokrat­en brin­gen uns den Volk­stod » heißt die neuen Internet(unter)seite der «FKP» welche sie auf ihrer Home­page ein­gerichtet haben. Die Seite soll den Start ein­er gle­ich­nami­gen Kam­pagne markieren. (Quelle: «FKP»)

Novem­ber
13.11.2010 – 9. Stammtisch der NPD Pots­dam. Mit der Floskel «Volks­ge­mein­schaft statt Klassenkampf» lässt sich der Inhalt dieser Ver­anstal­tung, bei der dies­mal Ralph Tegeth­off zu Gast war, wohl aus­re­ichen zusam­men­fassen. Dieser war in der ver­bote­nen «FAP» aktiv und wurde unter anderem dadurch bekan­nt, da er 1983 beim hantieren mit ein­er Rohrbombe festgenom­men wurde. (Quelle: NPD)

14.11.2010 – Drei Neon­azis verteilen den Pots­damer NPD-Pro­pa­gandafly­er «Pots­damer Fack­el» im Wohnge­bi­et Zen­trum-Ost (Quelle: NPD)

14.11.2010 – Mar­cel Guse ist zu Gast bei der NPD-Augs­burg und hält dort einen Vor­trag. (Quelle: NPD)

17.11.2010 – Pots­dam – Zwei Män­ner belei­digten in der Straßen­bahn einen Flüchtling ras­sis­tisch und bespuck­ten ihn. Als ein­er der Män­ner den Keni­an­er zu schla­gen ver­suchte, kon­nte der Ange­grif­f­ene auswe­ichen. Obwohl ein Mann mit Migra­tionsh­in­ter­grund ver­suchte, einzu­greifen, kon­nten die Täter unbe­hel­ligt die Tram ver­lassen. (Quelle: Polizei, OPP)

21.11.2010 – Die «FKP» ver­anstal­ten zusam­men mit den «Spreelichtern» und «Freien Kräften» aus Leipzig eine Gedenkver­anstal­tung auf dem Sol­daten­fried­hof in Jüter­borg. (Quelle: APAP)

27./28.11.2010 – 10. Stammtisch der NPD Pots­dam. Es wer­den ver­schiedene Gedichte vor­ge­tra­gen und erk­lärt, warum dem dro­hen­den «Volk­stod» nur durch «Fam­i­lien­grün­dun­gen und eine vor­bildliche Lebens­führung» begeg­net wer­den kann. (Quelle: NPD)

Dezem­ber
Anfang Dezem­ber führt die NPD Pots­dam, ihren eige­nen Angaben zufolge, mehrere kleinere Gedenkver­anstal­tun­gen «zu Ehren unser­er vor dem Feind gebliebe­nen Sol­dat­en» in Pots­dam und Umge­bung durch. (Quelle: NPD)

07.12.2010 – Die NPD Pots­dam verteilt den Pots­damer NPD-Pro­pa­gandafly­er «Pots­damer Fack­el» und het­zt darin in ras­sis­tis­ch­er und wohl­stand­schau­vin­is­tis­ch­er Manier gegen Asylsuchende.(Quelle: NPD)

25./26.12.2010 – 11. Stammtisch der NPD Pots­dam. Dies­mal wurde sich der in Hen­nigs­dorf wohnende Maik Ham­pel ein­ge­laden. Dieser war Anfang der 1990er Jahre Mit­glied in der inzwis­chen ver­bote­nen «Nation­al­is­tis­chen Front». (Quelle: NPD)

Ende Dezem­ber – «Jahresab­schlussver­anstal­tung» der NPD Pots­dam

 

kon­takt: apap@activist.com

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