5. Juni 2005 · Quelle: LR

Civitas-Projekt: Musik statt Gewalt und Hass

Am Anfang, in den 80ern, war HipHop eine Jugend­kul­tur vor allem der
Schwarzen in Ameri­ka. Graf­fi­ti auf den tris­ten Wän­den der Wohnviertel
gehörten dazu, der Break­dance, der Rap als ein wüten­des Stac­cat­to von Worten
und Bildern über die wirk­lichen Härten des Lebens. 

Den Ghet­to­blaster (so genan­nt in Anspielung auf die von Schwarzen
dominierten schlechteren Wohn­vier­tel New Yorks) hat­ten die Jugend-Gangs
immer dabei — der Musik wegen, die zum Beispiel für die tänzerische
Auseinan­der­set­zung (Bat­tle) mit anderen Grup­pen brauchte. 

Hip-Hop, das Konzept, das auf der Ebene von Kun­st Ven­tile für aufgestaute
Aggres­sio­nen schafft, soll auch in Sprem­berg helfen, gewalttätigen
Auseinan­der­set­zun­gen oder frem­den­feindlichem Hass ent­ge­gen­zuwirken. Über das
Pro­gramm der Civ­i­tas-Jugend­s­tiftung gegen rechte Gewalt, wer­den Pro­jek­te und
Ver­anstal­tun­gen im Sprem­berg­er Bergschlöss­chen schon länger unter­stützt. Nun
prof­i­tieren auch andere Klubs davon. Sieben Ghet­to­blaster erre­icht­en über
Civ­i­tas Sprem­berg, sie wur­den in den ver­gan­genen Tagen an den Offenen
Jugendtr­e­ff, in den Jugend­klub Graustein, in den Klub Schwarze Pumpe und an
die HipHop-Tanz­gruppe des Sportvere­ins Burgneu­dorf verteilt. Zwei der
Reko­rder und CD-Play­er mit den großen Laut­sprecher­box­en verbleiben im
Bergschlöss­chen selb­st, ein­er ist als Ausstat­tung für das Ferienob­jekt des
Bergschlöss­chens in Bohs­dorf am Felixsee gedacht. 

«Wir wollen als zweit­en Schritt dieses Pro­jek­tes nun HipHop-Work­shops vor
Ort in den Klubs anbi­eten» , erk­lärt Ben­ny Blatz vom Bergschlösschen.
«Natür­lich kön­nen Musik oder Tanz an sich nichts gegen rechte Gewalt
aus­richt­en. Aber ich denke, dass es wichtig ist, über­haupt eine alternative
Kul­tur anzu­bi­eten. Wer sich mit ihr beschäftigt, der lässt sich weniger
leicht von brauner Polemik einfangen.»

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