12. Februar 2006 · Quelle: Juri Eber

Das ist normal hier in Bad Freienwalde”

Es ist Fre­itagabend in ein­er Kle­in­stadt. Es ist dunkel und ruhig, kaum Men­schen auf der Straße. Mar­cel fährt mit seinem Fahrrad zu ein­er Par­ty und an der Konz­erthalle “stür­men zwei Ver­mummte auf mich zu und wer­fen mir Bier­flaschen hin­ter­her”. Zwei ver­mummte Per­so­n­en — mit Springer­stiefeln, weißen Schnürsenkeln, schwarz­er Bomber­jacke darunter einem schwarzen-Kapuzen-Pullover und schwarzem Schal — riefen
erst “Heil Hitler” und “Der Führer wird wieder kom­men”, danach war­fen sie ihm zwei Bier­flaschen hin­ter­her, welche ihn nur knapp ver­fehlten. Er fuhr so schnell wie er
kon­nte weg. Der Schreck­en sitzt ihm noch tief in den Knochen. “Das ist Nor­mal hier in Bad Freien­walde und es ist schlimm, denn es passiert andauernd und nicht­mal die
Polizei hil­ft”, so Mar­cel. Denn er rief die 110 an — Fre­und und Helfer wie er immer dachte — sie half ihm jedoch nicht. “Da kön­nen wir nichts machen, wenn sie nicht
ver­let­zt sind”, so die Polizeis­timme aus dem Frank­furter (Oder) Polizeiprä­sid­i­um. Dabei war dem Polizis­ten wohl nicht klar, dass auch der Ver­such ein­er Kör­per­ver­let­zung schon Straf­bar ist. Ein weit­er­er Unver­fol­gter Über­griff von
Neo-Nazis in Bad Freien­walde. Bleibt nur zu hof­fen das sich die akiv­en Antifaschis­ten vor Ort vor­sor­glich schützen.

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