8. September 2006 · Quelle: Soligruppe

Der achte Prozesstag

Im Juni 2005 wur­den fünf Antifas nach ein­er Auseinan­der­set­zung mit einem Neon­azi ver­haftet und wegen ver­sucht­en Mordes angeklagt. Eine Betrof­fene saß 5 Monate in U‑Haft. Nun läuft der Prozess gegen sie wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung. Ein Gutacht­en hat­te den Tatvor­wurf entschärft. Mehr Infos auf soligruppe-potsdam.de

Am heuti­gen Tag sagte lediglich die Zeu­g­in Cindy P. aus. Diese gab an am Abend des 18.0605 in der Wald­stadt gefeiert zu haben, anschließend sei sie mit ihrer Fre­undin Melanie W. und Ben­jamin Ö. nach Babels­berg gefahren und von dort in die Straßen­bahn umgestiegen. Sie gab an während ihrer Fahrt nichts von ein­er Schlägerei mit­bekom­men zu haben und kan­nte auch nie­man­den der in der Bahn Anwe­senden.

Aus­gestiegen seien sie dann zu dritt, weil ihr Hund unruhig wurde. Auf dem Weg zur Lan­gen Brücke hät­ten sie dann “den Ösi ver­loren”. Und erst auf der Friedrich-Ebert-Straße hät­ten sie diesen wieder­getrof­fen. Cindy P. gab an, sie sei zu Ö. gegan­gen, während W. hin­ter ein Auto urinierte. Dann hätte sie auf der gegenüber­liegen­den Straßen­seite 5 bis 8 Leute aus­gemacht, die zu einem Großteil schwarz gek­lei­det und ver­mummt waren, diese seien erst langsam und dann immer schneller wer­dend auf den Neben­kläger zuger­an­nt. Dabei hätte sie erken­nen kön­nen, wie eine Per­son einen Teleskop­schlag­stock aus­fuhr. Desweit­eren gab sie an Julia gese­hen zu haben, diese hätte sich (unver­mummt) mit weit­eren Per­so­n­en unter­hal­ten und gesagt “Die W. müssen wir auch noch kriegen”. Ver­standen hätte sie diesen Satz so gut, weil sie nur 1 bis 2 Meter ent­fer­nt stand, Julia hätte sie allerd­ings nicht erkan­nt, weil diese wohl kurzsichtig sei. Von der Rich­terin darauf ange­sprochen, dass diese durch das Tra­gen ein­er Brille kor­rigiert werde, schwieg die Zeu­g­in.

Am 11.09 wird die Befra­gung der Cindy P. dann fort­ge­set­zt wer­den.

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