21. September 2008 · Quelle: AK Antifa Potsdam

Der DVU die Show gestohlen

Pressemitteilung zum Desaster der DVU-Kundgebung

Am heuti­gen Tage, dem 20. Sep­tem­ber, fand auf dem Pots­damer Luisen­platz die „Wahlkamp­fab­schlusskundge­bung“ der DVU statt. Im Vor­feld und während dieser Kundge­bung demon­stri­erte der ak_antifa_potsdam unter dem Mot­to “Der DVU die Show stehlen” mit ca. 300 Teilnehmer_innen vom Haupt­bahn­hof zum Luisen­platz. Während der Kundge­bung wur­den Rede­beiträge ver­lesen, die sich mit den recht­sex­tremen Ten­den­zen der DVU beschäftigten, aber auch solche die sich mit dem Wieder­auf­bau der Gar­nisonkirche auseinan­der­set­zten. Am Kundge­bung­sort angekom­men, set­zten sich die kreativ­en Proteste fort. Schon am Vortag und während der Kundge­bung wurde das Are­al um den Luisen­platz herum von Graf­fi­tisprayern gestal­tet, die Bilder sprachen sich inhaltlich gegen Faschis­mus und die DVU aus. Des weit­eren kam es zu Protesten bunt verklei­de­ter Jugendlich­er, die mit Schildern ver­sucht­en, den Kundge­bung­sort zu erre­ichen. Auf diesen war unter Anderem zu lesen: „Lieber Hasel­hoff als Hes­sel­barth“ bzw. „Lieber bunt geschminkt als braun“. Im Ver­lauf dieser kreativ­en Aktion wur­den die jun­gen Men­schen von Polizeibeamten als „Schwuchteln“ beschimpft.

Die DVU-Kundge­bung dauerte ca. eine Stunde, anstatt den angekündigten drei Stun­den. In dieser Zeit waren nicht­mal 50 Gäste und Redner_innen auf dem Platz ver­sam­melt. Unter den Anwe­senden war nur ein geringer Anteil an „inter­essierten Bürger_innen“. Der Großteil der Gäste bestand aus DVUlern und Neon­azis, die aus dem gesamten Bun­des­ge­bi­et angereist waren. Zu nen­nen ist hier, neben den aufge­führten Redner_innen mit denen sich unsere let­zte Pressemit­teilung aus­führlich auseinan­der­set­zte, Chris­t­ian Worch — beken­nen­der Neon­azi aus Hamburg. 

Durch das Engage­ment ver­schieden­ster Jugendlich­er kon­nte die DVU-Kundge­bung jedoch nicht bis zu Ende geführt wer­den. Während der Rede des Pots­damer Stadtverord­neten Gün­ther Schwem­mer ging der Volk­sunion die Tech­nik kaputt. Von diesem Zeit­punkt an ver­fügte die DVU über keinen Laut­sprecher­wa­gen mehr. Nach ein­er hal­ben Stunde ohne Worte wur­den die abschließen­den Worte ohne Ver­stärk­er gesprochen und waren kaum vernehm­bar. Hier­nach war die Kundge­bung beendet.

Dazu sagt Alis­sa vom ak_antifa_potsdam:“Durch das beherzte antifaschis­tis­che Ein­greifen ver­schieden­ster Per­so­n­en wurde die Kundge­bung zu einem absoluten Desaster für die Nazis. Wie angekündigt wurde der DVU an diesem Tag die Show gestohlen.“

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