12. Mai 2020 · Quelle: Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit (pag)

Eberswalde als „Sicherer Hafen“?

Am Sonntag demonstrierten 50 Menschen auf den Eberswalder Marktplatz im Rahmen der Seebrücken-Kampagne und forderte die Stadt auf sich dem Zusammenschluss der „Sichere Häfen“ anzuschliessen.

Genau 50 Men­schen fan­den sich heute zu ein­er Kundge­bung im Rah­men der See­brück­en-Kam­pagne auf den Eber­swalder Mark­t­platz ein. Diese Menge entsprach genau den Vor­gaben des Coro­na-bed­ingten Aufla­genbeschei­des. Das war auch der Grund, warum die organ­isierende Gruppe nur wenig für die Kundge­bung gewor­ben hat­te. Um so erfreulich­er das trotz­dem so viele Men­schen zusammenkamen.

Im Vor­feld wur­den mit Krei­de-Kreuzen die Steh­plätze für die Demon­stran­tInnen gekennze­ich­net um so den Coro­na-Min­destab­stand zu gewährleisten.

In den Rede­beiträ­gen wurde auf die Kam­page #LeaveNoOneBe­hind ver­wiesen. Auch die Men­schen auf der Flucht haben ein Recht auf Schutz vor der Coro­na-Pan­demie. Deswe­gen wird eine Evakuierung der Lager auf den griechis­chen Inseln und eine Öff­nung der Gren­zen verlangt.

Mehrere Red­ner­In­nen forderten die Stadt Eber­swalde auf, sich dem Zusam­men­schluss der „Sichere Häfen“ anzuschliessen. Im Gegen­satz zur europäis­chen Abschot­tungspoli­tik und der Block­ade der EU-Staat­en set­zen sich zahlre­iche zivilge­sellschaftliche, lan­des- und kom­mu­nalpoli­tis­che Akteure in ganz Europa für die Auf­nahme von aus Seenot geretteten Men­schen ein. Ger­ade die Kom­munen zeigen ihre Sol­i­dar­ität und Ver­ant­wor­tung. Immer mehr von ihnen erk­lären sich zu Sicheren Häfen für Geflüchtete.

Unter den Demon­stri­eren­den waren auch einige Geflüchtete die nun in Eber­swalde leben.

Ein Geflüchteter aus Syrien erzählte von seinem Weg über das Mit­telmeer mit dem Schlauch­boot von der Türkei nach Griechen­land. Und von sein­er Fam­i­lie und seinen Fre­un­den und Bekan­nten, die noch in Syrien oder in der Türkei oder in den griechis­chen Lagern aushar­ren müssen.

No one puts their chil­dren in a boat unless the water is safer than the land.“

Seenotret­tung ist kein Ver­brechen!“ ● „Coro­na tötet – Gren­zen auch!“ ● „Gestern, heute, mor­gen? – Nation­al­is­mus tötet!“ ● „Fluchtur­sachen bekämpfen – Leben ret­ten!“ ● „Nation­al­is­mus raus aus den Köpfen!“ ● „Sol­i­dar­ität mit allen Flüch­t­en­den & Geflüchteten – Act now!“

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