10. April 2018 · Quelle: Presseservice Rathenow

Extrem rechtes Bürgerbündnis will wieder aktiver werden

Nach eini­gen Wochen Pause set­zte die extrem rechte Vere­ini­gung „Bürg­er­bünd­nis Havel­land“ am Dien­stagabend ihre Ver­samm­lungsrei­he auf dem Märkischen Platz in Rathenow fort. Die sta­tionäre Kundge­bung stand unter dem Mot­to: „Merkel muss weg“. Sie sollte offen­bar an ähn­liche Ver­anstal­tun­gen in Ham­burg, Mainz und Berlin anknüpfen, die seit kurzem regelmäßig stat­tfind­en.
Neue Sym­pa­thisierende kon­nte das „Bürg­er­bünd­nis“ dabei jedoch nicht akquiri­eren. Die ins­ge­samt 27 Teil­nehmenden stammten aus Rathenow, Prem­nitz, Beet­zsee, Bran­den­burg an der Hav­el sowie Berlin und sind seit Monat­en, einige seit Jahren, im PEGI­DA-Milieu aktiv.
Auch die Reden der vier Vor­tra­gen­den hat­ten den üblichen Charak­ter. Belei­di­gende und extrem rechte Äußerun­gen, mehrere Redende sprachen von „Umvolkung“ und äußerten sich ras­sis­tisch, eine weit­ere Per­son deutete u.a. den „Hit­ler­gruß“ an, gin­gen ein­her mit der Ankündi­gung kün­ftig mehr in der Kom­mu­nalpoli­tik mit­mis­chen zu wollen. Dazu kündigte der Vere­insvor­sitzende und ehe­ma­lige Bürg­er­meis­terkan­di­dat Chris­t­ian Kaiser die Bil­dung ein­er Wäh­lerge­mein­schaft anlässlich der im kom­menden Jahr stat­tfind­en­den Kom­mu­nal­wahlen an. Genaueres nan­nte er aber nicht. In seinem Rede­beitrag skandierte er jedoch heute die NPD Parole „Sozial geht nur Nation­al“.
Darüber hin­aus besucht­en Kaiser und weit­ere Mit­glieder des Bürg­er­bünd­niss­es bere­its am ver­gan­genen Mittwoch einen Stammtisch der AfD im Rathenow­er Restau­rant „Harlekin“.
Eine ursprünglich für densel­ben Tag im Inter­net angekündigte Ver­samm­lung unter dem Mot­to: „Merkel muss weg“ fiel jedoch ohne Angabe von Grün­den aus. Die Ver­anstal­tung sollte vor dem „Harlekin“, auf dem Märkischen Platz stat­tfind­en.
Trotz der momen­tan gerin­gen Anziehungskraft der Ver­samm­lun­gen des „Bürg­er­bünd­niss­es“ soll dieses Ver­anstal­tungskonzept offen­bar auch in den näch­sten Wochen fort­ge­set­zt wer­den. Dies­bezüglich kündigte Kaiser u.a. an nun im Zwei-Wochen-Rhyth­mus jew­eils Mon­tags Kundge­bun­gen in Rathenow abhal­ten zu wollen. Die Polizei solle sich schon ein­mal auf weit­ere Über­stun­den ein­stellen, so der Chef des Bürg­er­bünd­niss­es.
Fotos: https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/albums/72157694770730604

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