30. November 2015 · Quelle: Flüchtlingsrat Brandenburg

Flüchtlingspolitische Initiativen aus Brandenburg vereinbaren Zusammenarbeit auf Landesebene

Am 28. und 29. Novem­ber trafen sich in Blossin Aktive aus Ini­tia­tiv­en, die in elf Bran­den­burg­er Land­kreisen für die Unter­stützung von Geflüchteten wirken. Das Tre­f­fen wurde organ­isiert von Ini­tia­tiv­en aus den Land­kreisen Dahme-Spree­wald, Uck­er­mark und Ober­hav­el sowie der Aktion Schutzschild der Amadeu Anto­nio Stiftung und dem Flüchtlingsrat Bran­den­burg. Die Opfer­per­spek­tive e.V. brachte ihre Exper­tise zum The­ma Schutz vor rechter Gewalt und Umgang mit Diskri­m­inierung ein.
Im Vorder­grund des Tre­f­fens stand die lan­desweite Ver­net­zung und der Aus­tausch von Erfahrun­gen und Fach­in­for­ma­tio­nen zu The­men wie konkrete Unter­stützung, Asyl­rechtsver­schär­fun­gen und dro­hen­den Abschiebun­gen, Umgang mit rechter Gewalt und Bedro­hun­gen, Möglichkeit­en der Ein­flussnahme auf kom­mu­naler Ebene, Par­tizipa­tion Geflüchteter sowie die Unter­stützung von Flüchtlin­gen in Sam­melun­terkün­ften und Erstauf­nah­meein­rich­tun­gen.
Die Willkom­mensini­tia­tiv­en haben die bun­desweit­en Asyl­rechtsver­schär­fun­gen kri­tisiert und eine lan­desweite Zusam­me­nar­beit
sowie kon­tinuier­lichen Erfahrungsaus­tausch zu flüchtlingspoli­tis­chen The­men verabre­det. Auf dem Tre­f­fen wurde auch die Poli­tik der Lan­desregierung und das Ver­wal­tung­shan­deln der Land­kreise kri­tisch disku­tiert.
Angesichts man­gel­nder oder fehlen­der Auf­nahme- und Ver­sorgungsstruk­turen beklagten viele Aktive eine sys­tem­a­tis­che Vere­in­nah­mung ihres ehre­namtlichen Engage­ments. In zahlre­ichen Einzelfällen und auf unbes­timmte Zeit sind es ehre­namtlich Aktive, die staatliche Ver­sorgungsaus­fälle aus­gle­ichen und mit unsin­ni­gen geset­zlichen Regelun­gen zu kämpfen haben. Zusät­zlich belas­ten die Ehre­namtlichen Anfein­dun­gen von Rechts, denen sie bere­its aus­ge­set­zt sind oder die sie befürcht­en müssen.
Ein weit­eres Ver­net­zungstr­e­f­fen wurde für das kom­mende Jahr vere­in­bart.

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