6. März 2005 · Quelle: Tagesspiegel

Folter-Opfer wollte sich das Leben nehmen

(Tagesspiegel, 5.3.) Frank­furt (Oder) — Im Folter-Prozess vor dem Landgericht Frank­furt hat am
Fre­itag das Opfer die bru­tal­en Mis­shand­lun­gen geschildert. Bei der Befra­gung
des 23-Jähri­gen musste die Öffentlichkeit den Saal ver­lassen, da per­sön­liche
und intime Dinge zur Sprache kom­men wür­den. Der in einem Neben­raum sitzende
Mann wurde per Videoschal­tung ver­nom­men, um eine Kon­fronta­tion mit den
Angeklagten zu ver­mei­den.

Nach Angaben sein­er Anwälte lei­de der 23-Jährige infolge der erlit­te­nen
Folterorgie an ein­er post­trau­ma­tis­chen Belas­tungsstörung. Er habe extreme
Schlaf­störun­gen mit Alb­träu­men und tagsüber plöt­zlich auftre­tende
“Flash­backs”, in denen er das Trau­ma und die Schmerzen immer wieder
durch­lebe. Nach Angaben ein­er Klinik hat das Opfer im Sep­tem­ber ver­sucht,
sich das Leben zu nehmen.

In dem Ver­fahren sind drei Män­ner zwis­chen 21 und 29 Jahren angeklagt, das
Opfer am 5. Juni 2004 ent­führt, über Stun­den gefoltert und verge­waltigt und
in Todes­ge­fahr gebracht zu haben. Zwei Frauen ste­hen wegen Bei­hil­fe vor
Gericht. Als Motiv für die Tat führt die Anklage “auf tief­ster Stufe
ste­hende, men­schen­ver­ach­t­ende, dumpfe recht­sex­trem­istis­che Ein­stel­lun­gen”
an.

Der Prozess wird am Mittwoch fort­ge­set­zt.

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