11. August 2014 · Quelle: Kein Heimspiel für Nazis!

Forst: Solidarität und Freiheit für Menschen auf der Flucht

22.8., ab 14 Uhr
Max-?Sey­de­witz-?Platz, Forst
Kund­ge­bung mit Li­vemu­sik: Reg­gae, Folk, Lie­der­ma­cher

Täg­lich wer­den Men­schen zur Flucht aus ihren Hei­mat­län­dern ge­zwun­gen. Krie­ge, Hun­ger, Ver­fol­gung und an­de­re exis­ten­zi­el­le Nöte ver­an­las­sen sie, Schutz in ver­meint­lich si­che­ren Staa­ten der Erde zu su­chen. Die Über­win­dung der eu­ro­päi­schen Au­ßen­gren­zen wird je­doch immer schwie­ri­ger. Haben sie die oft­mals le­bens­ge­fähr­li­che Flucht über­stan­den und sind in einem eu­ro­päi­schen Land wie der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land an­ge­kom­men, er­war­tet sie keine At­mo­sphä­re des Will­kom­men­seins.
Ar­beits­ver­bo­te, Heim­un­ter­brin­gung und Re­si­denz­pflicht neh­men ihnen die Mög­lich­keit sich voll­wer­tig in die Ge­sell­schaft ein­zu­brin­gen. Die per­ma­nen­te Angst ab­ge­scho­ben zu wer­den und ihre sys­te­ma­ti­sche Ent­rech­tung auf Äm­tern und im All­tag zer­stört Schritt für Schritt die Würde die­ser Men­schen.
Von oben nach unten tre­ten
„Ver­pisst euch!“, „Geht dahin wo ihr her ge­kom­men seid!“ und „Euch will hier kei­ner haben“ – all das sind Pa­ro­len die an der Ta­ges­ord­nung sind. Täter? Dafür braucht es keine Neo­na­zis. Es sind Men­schen, die oft selb­st von der Angst vor dem ei­ge­nen so­zia­len Ab­stieg be­trof­fen sind und sich stark füh­len, wenn sie sich über so­zi­al noch Schwä­che­re stel­len kön­nen. Be­flü­gelt durch die Wahl­er­fol­ge rech­ter Par­tei­en kom­men An­fein­dun­gen und Ge­walt aus der „Mitte der Ge­sell­schaft“.
Stop­pen wir die Ge­walt gegen Flücht­lin­ge in Forst!
In Forst leben Flücht­lin­ge aus den un­ter­schied­lichs­ten Län­dern. In den letz­ten Jahr­zehn­ten haben sich viele Freund­schaf­ten ge­bil­det, Netz­wer­ke der ge­gen­sei­ti­gen Un­ter­stüt­zung wur­den ge­knüpft. Trotz­dem kommt es in den ver­gan­ge­nen Wo­chen wie­der ver­stärkt zu Ge­walt gegen Flücht­lin­ge. Sie wer­den auf der Stra­ße an­ge­pö­belt und zum Teil sog­ar aus fah­ren­den Autos mit Fla­schen be­wor­fen. Die ge­nau­en Täter wur­den bis­her nicht er­mit­telt.
Zeigt mit uns eure So­li­da­ri­tät gegen die frem­den­feind­li­che Ge­walt!
Zeigt Zi­vil­cou­ra­ge, wenn Men­schen an­ge­grif­fen wer­den!

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Pu­blic Ral­ly: So­li­da­ri­ty and free­dom for peop­le on the run
Forst: 22.?08.?14, 2 pm, Max-?Sey­de­witz-?Platz

Fort­ress Eu­ro­pe
Ever­y­day, peop­le are forced to leave their home coun­tri­es. War, hun­ger, per­se­cu­ti­on and oth­er exis­ten­ti­al mi­se­ries cause them to seek re­fu­ge in al­le­gedly safe sta­tes. Howe­ver, cros­sing the Eu­ropean ex­ter­nal bor­ders is get­ting more and more dif­fi­cult. If they sur­vi­ve this often life threa­te­ning jour­ney and reach a Eu­ropean coun­try like the Fe­deral Re­pu­blic of Ger­ma­ny, there is no wel­co­ming at­mo­s­phe­re wait­ing for them.
Work ban, collec­tive ac­com­mo­da­ti­on and Re­si­denz­pflicht take away the pos­si­bi­li­ty to ful­ly take part in the so­cie­ty. The con­stant fear of de­por­ta­ti­on and the sys­te­ma­tic de­pri­va­ti­on of rights in ad­mi­nis­tra­ti­ve bo­dies and their ever­y­day life de­s­troys the di­gni­ty of these peop­le.
Ki­cking down
“Piss off!”, “Go back to where you came from!” and “No­bo­dy wants you here!” – slo­gans like that are on the ever­y­day agen­da. Of­fen­ders? Not ne­ces­sa­ri­ly neo-?Na­zis. They are peop­le, that are very often af­raid of their own so­ci­al de­cli­ne. They feel strong if they are su­pe­ri­or to so­ci­al­ly even wea­ker peop­le. Spur­red by the elec­to­ral suc­ces­ses of right-?wing par­ties, of­fen­ses and vio­lence ori­gi­na­te from the “midd­le of so­cie­ty”.
Let‘s stop the vio­lence against re­fu­gees in Forst!
Re­fu­gees from va­rious coun­tri­es live in Forst. In the last deca­des, many fri­endships have been built. Net­works of mu­tu­al sup­port have been es­ta­blis­hed. Ne­ver­the­l­ess, vio­lence against re­fu­gees has in­crea­sed in the past few weeks. They are mo­lested on the streets and so­me­ti­mes even bott­les are thrown at them out of mo­ving ve­hi­cles. The per­pe­tra­tors have not been iden­ti­fied until now.
We will not let the re­fu­gees down!
Let‘s show our so­li­da­ri­ty against xen­o­pho­bic vio­lence!

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