1. November 2014 · Quelle: invia1200.wordpress.com

Frankfurt/Oder: Rechter Aufmarsch fiel aus

Am 1. November protestierten 75 Menschen in Frankfurt/Oder gegen Neonazis und Rassismus. Ein im Internet angekündigter Aufmarsch von Rechten hingegen fiel ins Wasser

Rund 75 Men­schen trafen sich heute, am 1. Novm­ber, am Frank­furter Bahn­hof, um gegen einen angekündigten Nazi und Ras­sis­ten Auf­marsch zu protestieren. Doch von den Nazis war nichts zu sehen.

Der ver­mut­liche Ini­tia­tor der angekündigten Demon­stra­tion, Peer Koose, ließ sich heute eben­falls nicht blick­en, eben­so wenig die Kom­men­ta­toren von seinem Face­book-Posts, in denen seit mitte der Wochen rege “disku­tiert” wurde, ob es eine Demo geben soll oder nicht.
Die Kom­mentare boten ein eben­so buntes Pot­pour­rie an Teil­nehmern und lies ein­mal mehr erah­nen wessen Geistes Kind sie sind. Eine skurile Mis­chung aus Ver­schwörungs­the­o­retik­er, “besorgte” Deutsche, Beschützer des “Abend­lan­des”, Sar­razin-Verehrer, Ras­sis­ten, die über­haupt keine Migranten wollen und Linken­has­s­er. Was sie alle eint, ist ein recht­es Weltbild.
Wie es mit Peer Koose weit­erge­ht wird sich in den näch­sten Wochen zeigen. Es bleibt zu hof­fen, dass er von weit­eren Demos absieht. Ändern kön­nte sich das allerd­ings, wenn sich die all­ge­mein for­mulierte Hal­tung gegen die Auf­nahme von Flüchtlin­gen verbindet mit dem konkreten Protest gegen die angekündigten Neueröff­nun­gen von Unterkün­ften in Frank­furt (Oder). So enstünde sehr wahrschein­lich eine neue und gefährliche Dynamik. Entsprechende Forderun­gen bei Face­book wer­den zunehmen.
Der “unpoli­tis­che” Frank­furter Face­book-Mob darf wieder das sagen, was er denkt. Und das was er denkt, ist schlichtweg men­schen­ver­ach­t­end, dies gilt es weit­er­hin zu beobacht­en, zu analysieren und öffentlich zu bewerten.
Uns ist heute gelun­gen, gegen die ras­sis­tis­chen Inter­ne­thet­ze ein Zeichen in der Offlinewelt zuset­zen, diese Stärke gilt es beizube­hal­ten. Unsere Antwort auf ihre Het­ze ist Sol­i­dar­ität. Solid­ität mit allen die von Aus­gren­zung und ras­sis­tis­chen Anfein­dun­gen betrof­fen sind!

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