7. März 2022 · Quelle: Women in Exile

Für Frieden und Gerechtigkeit!

Rathenow - Women in Exile & Friends demonstrieren am 8.März gegen das Lagersystem, strukturellen Rassismus und die Diskriminierung von Migrant:innen und für Frieden und Gerechtigkeit für alle.

Women in Exile & Friends Demonstration in Rathenow

Wir kämpfen für den Frieden“ am 8.3. 2022 von 12 – 15h auf dem Platz der Freiheit, 14712 Rathenow

Angesichts des Krieges in der Ukraine sprechen die europäis­chen Län­der von human­itären Aktio­nen und auf der anderen Seite spal­ten sie die Men­schen und sortieren sie dann in kleine Kästchen. Es ist ent­muti­gend und erschüt­ternd, in den sozialen Medi­en zu sehen, wie Flüchtlin­gen die Ein­reise in Züge und sichere Län­der ver­weigert wird, nur, weil sie eine andere Haut­farbe haben.

Madeleine Mawam­ba: „Wir wer­den mit dieser Spal­tung der Men­schen nicht mit­machen. Women in Exile und andere wer­den ihre Sol­i­dar­ität mit allen Kriegs­flüchtlin­gen zeigen. Wir demon­stri­eren am Inter­na­tionalen Frauen­tag in Rathenow, weil unsere Schwarzen Schwest­ern von struk­turellem Ras­sis­mus im Rathenow­er Standesamt bezüglich der Geburt­surkun­den berichtet haben. Frauen mit Kindern von deutschen und afrikanis­chen Vätern müssen lange darum kämpfen, eine zu bekom­men. Wir fordern das Standesamt auf, seinen Ras­sis­mus aufzuar­beit­en und die Geburt­surkun­den für diese Kinder auszustellen!

Women in Exile & Friends demon­stri­ert gegen das Lager­sys­tem im Land­kreis Havel­land und ander­swo. Frauen und Kinder wer­den von dem ras­sis­tis­chen Sys­tem der Europäis­chen Union im Stich gelassen, in kaput­ten Heimen isoliert und immer wieder trau­ma­tisiert. Täglich erleben Flüchtlings­frauen per­sön­lichen Ras­sis­mus und Sex­is­mus auf der Straße und struk­turellen Ras­sis­mus in Ämtern, Standesämtern, Rathäusern, Schulen, auf dem Wohnungsmarkt.

Deshalb fordern wir Teil­habe, repro­duk­tive Gerechtigkeit, sichere Lebens­be­din­gun­gen und die Achtung der Frauenrechte.

Wir sind sol­i­darisch mit den Flüchtlin­gen aus der Ukraine und verurteilen den Ras­sis­mus, den Flüchtlinge of Colour auf der Flucht aus der Ukraine erleben. Für alle Flüchtlinge fordern wir faire Ver­fahren, die die Men­schen­würde achten!

Madeleine Mawam­ba: „Das Mot­to der Demos ist „Wir kämpfen für den Frieden“. Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit! Und Gerechtigkeit gibt es in diesem Land nicht! Also lasst uns gemein­sam für den Frieden kämpfen. Wir sind geflüchtete und nicht geflüchtete Fre­unde, wir sind Schwarze Frauen, Frauen of Col­or und Weiße, wir sind Les­ben, Inter*, Trans*, nicht-binäre Men­schen. Wir nehmen den Inter­na­tionalen Frauen­tag zum Anlass, gemein­sam auf die Straße zu gehen und für unsere Rechte gegen alle Arten von Diskri­m­inierung und Gewalt zu kämpfen.

Gemein­sam mit sol­i­darischen Grup­pen und Einzelper­so­n­en ste­hen wir für die Kräfte des heil­samen Wan­dels. Und auch wenn es reak­tionäre, harte Zeit­en sind: Gemein­sam wer­den wir den Lauf der Geschichte verän­dern! Und einen neuen inklu­siv­en und inter­sek­tionalen Fem­i­nis­mus leben, der eine Ära ein­läutet, die allen staatlichen Gewal­ten ein Ende set­zt. Wir sehen soziale Gerechtigkeit und Frieden kom­men, wenn diese auf basis­demokratis­ch­er Selb­stor­gan­i­sa­tion und radikaler Demokratie – auch im wirtschaftlichen Bere­ich – beruhen! Wir unter­stützen dies, indem wir geflüchtete Frauen* befähi­gen, ihre Rechte zu ver­ste­hen und ihre Inter­essen zu vertei­di­gen. Als Frauen haben wir kein Land und wir wollen auch kein Land, denn unser Zuhause ist die ganze Welt.

Keine Lager für Frauen und Kinder! Schafft alle Lager ab!

Für das RECHT ZU KOMMEN, RECHT ZU GEHEN, RECHT ZU BLEIBEN!!!!

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