19. April 2006 · Quelle: MAZ

Gedenken an vielen Orten

FÜRSTENBERG Die Feier­lichkeit­en anlässlich des 61. Jahrestages der Befreiung des Frauen-Konzen­tra­tionslagers Ravens­brück find­en am kom­menden Woch­enende statt. Sie begin­nen am Sonnabend um 11 Uhr mit der Präsen­ta­tion “Tast­bare Mod­elle” für Blinde und Sehschwache im ehe­ma­li­gen Wasser­w­erk. Jugendliche vom Pro­jekt “Neustart” des evan­ge­lis­chen Johan­ness­tifts haben das Mod­ell ein­er Häftlings­baracke ange­fer­tigt.

Die Ausstel­lung “Rosen in Ravens­brück” mit Handy-Fotografien von Ursu­la Kelm wird um 13.30 Uhr im Erdgeschoss des Muse­ums­ge­bäudes eröffnet. Im Kinosaal stellt die ital­ienis­che Pro­fes­sorin Gio­van­na Mas­sariel­lo Merzago­ra um 15 Uhr das Buch ihrer Mut­ter Maria Mas­sariel­lo Ara­ta vor: “Ravens­brück — Tage­buch ein­er Deportierten”.

In Würdi­gung der Sin­tez­za Melanie Spit­ta ver­anstal­tet die Lagerge­mein­schaft Ravensbrück/Freundeskreis um 16.30 Uhr die Auf­führung der Filme “Das falsche Wort” und “Schimpft uns nicht Zige­uner”. Beginn ist um 16.30 Uhr im Kinosaal, eine Ein­führung gibt Filmemacherin Katrin Sey­bold.

Am Son­ntag, 23. April, wer­den Mit­glieder der Lagerge­mein­schaft Ravensbrück/Freundeskreis um 9 Uhr am sow­jetis­chen Ehren­mal in der Fürsten­berg­er Bahn­hof­s­traße der Befreier gedenken. Um 10 Uhr find­et auf dem Platz vor dem ehe­ma­li­gen Zel­len­bau in Ravens­brück die zen­trale Gedenkver­anstal­tung statt. Es sprechen Bran­den­burgs Kul­tur­min­is­terin Johan­na Wan­ka (CDU), die Vizepräsi­dentin des Inter­na­tionalen Ravens­brück-Komi­tees, Irma Trk­sak, und die Regis­seurin und Autorin Hel­ma Sanders-Brahms, Mit­glied der Berlin-Bran­den­bur­gis­chen Akademie der Kün­ste.

Die Lagerge­mein­schaft Ravensbrück/Freundeskreis ver­anstal­tet um 12 Uhr ein Gedenken am ehe­ma­li­gen Stan­dort des Zeltes, und der Lan­desver­band Berlin-Bran­den­burg Deutsch­er Sin­ti und Roma sowie der Les­ben- und Schwu­len­ver­band bit­ten um 12.30 Uhr zum Gedenken am ehe­ma­li­gen Män­ner­lager.

Eine Gedenk­tafel für die belorus­sis­chen Ver­fol­gten wird um 14 Uhr an der Lager­mauer vor dem ehe­ma­li­gen Zel­len­bau eingewei­ht. Ver­anstal­ter ist die belorus­sis­che Botschaft. Das “Haus der Lagerge­mein­schaft” ist um 15 Uhr Tre­ff­punkt zu einem Rundgang über das Gelände des ehe­ma­li­gen Jugend-KZ “Uck­er­mark”, zu dem die Lagerge­mein­schaft ein­lädt.

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