14. Juni 2011 · Quelle: Indymedia

Größter Naziaufmarsch in Brandenburg

Der wahrscheinlich größte Naziaufmarsch in Brandenburg wird in diesem Jahr in Neuruppin stattfinden.

Unter dem Mot­to “Vom Schuld­kult zur Mitschuld” ver­suchen die soge­nan­nten „Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ am 09.07.2011 mit revan­chis­tis­chen Posi­tio­nen die deutsche Kriegss­chuld für den zweit­en Weltkrieg zu leug­nen. Für den jährlich wiederkehren­den Auf­marsch ist dies­mal mit bis zu 350 Faschist_innen zu rech­nen.

Als kleinen Vorgeschmack organ­isierten die Nazis am 11.06.2011 eine „Mah­nwache“ und forderten auf dieser die Wiedere­in­führung der Todesstrafe. Bewusst pop­ulis­tisch wur­den sex­u­al­isierte Gewalt­tat­en gegen Kinder her­aus gegrif­f­en um “Vom Täter- zum Opfer­schutz – härtere Strafen für Sex­u­al­straftäter” zu fordern. Obwohl diese Art der Gewalt­tat­en seit Jahren glück­licher­weise abnehmen, steigt das medi­ale Inter­esse und der Voyeuris­mus der Bevölkerung kon­tinuier­lich an. Dazu ist das Buch „Knas­tre­port“ von Kai Schli­eter sehr zu empfehlen. So fällt es den Nazis nicht schw­er, ihre Posi­tio­nen unter dem Vor­wand des „Opfer­schutzes“ weit­er zutra­gen und restrik­ti­vere Maß­nah­men zu fordern. Dass das faschis­tis­che Wun­schdenken nicht bei der Todesstrafe gegen Sex­u­al­straftäter ste­hen bleibt, ver­ri­et auch das Trans­par­ent der Nazis. Dort hieß es: „Der Gal­gen muss so stark sein, dass er auch Schw­erkrim­inelle ertra­gen kann und aushält!“

Skan­dalös ist eben­so der Umgang der Polizei, welche die Kundge­bung bis zulet­zt vor der Öffentlichkeit ver­heim­lichte und es den Nazis so poten­ziell ermöglichte, ihre faschis­toiden Inhalte unwider­sprochen in die Öffentlichkeit zu tra­gen. Doch glück­licher­weise gibt es eine starke Zivilge­sellschaft in Neu­rup­pin. Und so kon­nten inner­halb kürzester Zeit 30 Antifaschist_Innen aller Alters­grup­pen auf den Kundge­bung­sort mobil­isiert wer­den um die Naziver­anstal­tung angemessen zu stören. Neben jun­gen Antifas fand sich auch der Neu­rup­pin­er Bürg­er­meis­ter ein, um gegen die Nazipräsenz zu demon­stri­eren.

Wir hof­fen, dass sich diese Courage auch bei zukün­fti­gen Nazi­ak­tiv­itäten und beson­ders am 09.07.2011 wieder­holen wird. Wir laden alle ein an diesem Tag ein deut­lich­es Zeichen gegen Faschist_Innen zu set­zen!

Wir verurteilen die Öffentlichkeit­sar­beit der Polizei und die bere­its jet­zt gegen Blockier_Innen angekündigten Strafen aufs Schärf­ste, denn prak­tis­ch­er Antifaschis­mus ist nicht krim­inell son­dern notwendig!

Weit­ere Infos zum Nazi­auf­marsch in Neu­rup­pin wer­den fol­gen!
Konkrete Infos und Beschrei­bung der Nazis: http://westhavelland.wordpress.com/publikationen/

Nazi­aufmärsche unmöglich machen!
No Pasaran!

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