7. November 2008 · Quelle: JD/JL Brandenburg

I remember, remember the 9th of november…

Die Erin­nerung und das Gedenken an die Novem­ber­pogrome in Deutsch­land

Jedes Jahr am 9. Novem­ber kommt es in den Nachricht­en, in Zeitun­gen ste­hen Artikel,
Polititiker_innen hal­ten Reden und leg­en Kränze nieder, in Schulen wird vielle­icht
auch ein Pro­jekt zum The­ma durchge­führt – denn im Novem­ber 1938 fan­den über­all in
Deutsch­land anti­semi­tis­che Pogrome statt, die in der Nacht vom 9. auf den 10.
Novem­ber ihren trau­ri­gen Höhep­unkt erre­icht­en.
Obwohl dies ein über­aus deut­lich­es Zeichen dafür ist, wie weit der Anti­semitismus in
den Köpfen der Deutschen im Novem­ber 1938 schon voran geschrit­ten war, wird diesem
Tag in Deutsch­land nur ober­fläch­lich gedacht. Fern ab von den ein­gangs erwäh­n­ten
medi­alen Ein­schüben, poli­tis­chen Reden und Schul­pro­jek­ten find­et keine tief gehende
Auseinan­der­set­zung mit den Novem­ber­pogromen, der Shoah und der
nation­al­sozial­is­tis­chen Geschichte Deutsch­lands statt.
Deshalb veröf­fentlichen Jungdemokrat_innen/ junge Linke eine umfan­gre­iche Broschüre.
Sie stellt den Ver­such dar, mehr Hin­ter­grund­wis­sen zu den Novem­ber­pogromen und ihren
Fol­gen damals wie heute zu veröf­fentlichen: Ein­lei­t­end gibt es eine his­torische
Einord­nung der Novem­ber­pogrome und die direk­ten Fol­gen der Ver­nich­tungspoli­tik im
nation­al­sozial­is­tis­chen Deutsch­land wer­den unter­sucht. Dabei woll­ten wir es jedoch
nicht belassen. Denn die Novem­ber­pogrome und die Shoah wirken bis heute: Sie sind zu
find­en in den Leer­stellen jüdis­chen Lebens, die sie unter uns hin­ter­lassen haben.
Sie sind zu erken­nen in der Art und Weise, wie in der DDR, der BRD und der Berlin­er
Repub­lik ein Gedächt­nisthe­ater rund um das Gedenken an die Novem­ber­pogrome
insze­niert wird. Die Fol­gen sind auch deut­lich, wenn man sich anschaut, wie in
Deutsch­land mit der NS-Geschichte umge­gan­gen wird oder wenn man betra­chtet, wie
Anti­semitismus bis heute tief in der Gesellschaft ver­ankert ist. Zu all diesen
The­men find­en sich Artikel in der Broschüre. In den von uns zusam­menge­tra­ge­nen
Seit­en gibt es auch ein Inter­view zum aktuellen Anti­semitismus in Bran­den­burg.
Wir möcht­en jedoch darauf hin­weisen, dass wir in dieser Broschüre keine fer­ti­gen
Konzepte zum Umgang mit dem Erin­nern und Gedenken an die Novem­ber­pogrome liefern.
Vielmehr ver­ste­hen wir unsere Broschüre als Anre­gung zu Diskus­sio­nen. Wir wür­den uns
freuen, wenn diese Diskus­sio­nen Ideen für eine poli­tis­che Prax­is liefern, welche die
aktuelle Gedenkkul­tur in Deutsch­land kri­tisch hin­ter­fragt und neue Aus­blicke
eröffnet.

Wir hof­fen, ihr find­et viele neue Anre­gun­gen beim Lesen dieser Broschüre!

Eure Jungdemokrat_innen/Junge Linke Bran­den­burg
im Novem­ber 2008

Ihr hät­tet gern einige Exem­plare dieser Broschüre? Wir schick­en sie euch zu!

Ein­fach bestellen unter:
Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Bran­den­burg
Gryphiusstraße 23
10245 Berlin
Tel. 030–325 327 70
Fax. 030–325 327 71
Mail. info@jdjl-brandenburg.de

Die Broschüre Online:
hier.

Und unter: www.jdjl-brandenburg.de

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