26. April 2007 · Quelle: [a] antifaschistische linke potsdam

Kämpfen statt Bratwurst und Bier!

Her­aus zum 1.Mai! – Kap­i­tal­is­mus abschaf­fen!

Aufruf zum antikap­i­tal­is­tis­chen “Wir wollen Alles” — Block
auf der Pots­damer Gew­erkschafts­demon­stra­tion

Am ersten Mai im 21. Jahrhun­dert ist eine kämpferische Stim­mung auf den
Ver­anstal­tun­gen der Gew­erkschaften schon lang nicht mehr zu spüren. Neben net­ten
Worten und leeren Ver­sprechun­gen der Gew­erkschafts­führung, neben einem inhalt­slosen
Pro­gramm voller Musik und Spaß, ist schon lange kein Platz mehr für pro­gres­sive
Forderun­gen nach ein­er besseren Welt. Das eigentliche Ziel, die Befreiung aus
herrschen­den Unter­drück­ungsver­hält­nis­sen, wurde mehr und mehr abgelöst von dem
ein­fachen Wun­sch nach gut bezahlten Jobs, tra­di­tionellem Fam­i­lien­leben und der
eige­nen Dop­pel­haushälfte.

Doch wir geben uns mit Würstchen­stän­den und Bier­bu­den sowie mit dem Erfüllen
klein­bürg­er­lich­er Wün­sche um sich über Wass­er zu hal­ten nicht zufrieden. Es gibt
immer noch gute Gründe am Kampf­tag aller aus­ge­beuteten Men­schen, allerd­ings auch an
allen anderen Tagen auf die Straße zu gehen. Und auch an den Orten der Unter­drück­ung
gilt es nicht nur sym­bol­isch zu kämpfen. Hartz 4 und die damit ver­bun­de­nen
1-Euro­jobs, die stetig steigen­den Preise der öffentlichen Verkehrsmit­tel und die
generelle Pri­vatisierung öffentlichen Raumes sind nur die Auswirkun­gen der
men­sche­nun­würdi­gen Poli­tik, die durch die Prof­it­logik des Kap­i­tal­is­mus
vor­angetrieben wird, die alles und jede(n) nur noch als Ware betra­chtet.

Wir schwitzen in Lern­fab­riken, sitzen auf Arbeits- und Sozialämtern oder schuften
unter­bezahlt irgend­wo in der Arbeit­shölle herum. Wir wer­den ras­sis­tisch, sex­is­tisch
oder anti­semi­tisch ange­grif­f­en — ver­bal so wie tätlich. Wir sind jeden Tag
kon­fron­tiert mit Unter­drück­ungsmech­a­nis­men, die durch die herrschende Öffentlichkeit
bewusst ignori­ert und ver­schwiegen wer­den.

An allen Eck­en und Kan­ten wird in der Zeit der Krise und des wirtschaftlichen
Auf­schwungs(!) gekürzt und gestrichen. Doch wir geben uns auch nicht mit den paar
Häp­pchen zufrieden, die uns das Sys­tem vor die Füße wirft. Da mal ein Paar Euro mehr
oder da auch mal eine Arbeitsstelle für einige wenige von uns. Oft nehmen wir die
andere Seite der gesellschaftlichen Wirk­lichkeit nicht mehr wahr. Näm­lich
Arbeit­slosigkeit, Masse­nent­las­sun­gen, Lohn­dump­ing, Eliteklassen an Schulen oder auch
die Stu­di­enge­bühren an den Unis. Und die Lohnar­beit an sich, die uns knechtet. Das
Sys­tem der Aus­beu­tung des Men­schen durch den Men­schen, die Verteilung
gesellschaftlichen Reich­tums nach kap­i­tal­is­tis­chen und unmen­schlichen Kri­te­rien.

Wir wollen alles! Und zwar umson­st!

Um ein men­schen­würdi­ges Leben zu erre­ichen, und zwar für alle Men­schen auf dieser
Welt, ist es notwendig den Kap­i­tal­is­mus und dessen Auswüchse zu bekämpfen und zu
über­winden. Es gilt eine Welt zu schaf­fen, in der alle Bedürfnisse aller Men­schen
selb­stver­ständlich befriedigt wer­den, eine Welt ohne Konkur­renz und ohne
kap­i­tal­is­tis­che Ver­w­er­tungslogik. Arbeit­skraft sollte für eine lebenswerte Exis­tenz
einge­set­zt wer­den kön­nen und keine Ware sein. Wir wollen keinen sozialeren oder
besseren Kap­i­tal­is­mus! Wir wollen ihn in die Müll­tonne der Geschichte wer­fen! Wir
haben keine Lust mehr auf Arbeit­szwang, Leis­tungs­druck oder die ganze andere
Scheiße! Wir sind sauer!

Wir rufen auf, euch an den Protesten rund um den ersten Mai zu beteili­gen.
Kommt zum antikap­i­tal­is­tis­chen Block auf die DGB-Demo nach Pots­dam!
Fahrt nach Berlin und beteiligt euch am May­day sowie an der rev­o­lu­tionären 1.Mai
Demo in Berlin!

Alles für Alle!
Kap­i­tal­is­mus abschaf­fen!

(DGB)Demo am 1.Mai, Platz der Ein­heit, 10. 00 Uhr! Tre­ff:09.30Uhr
Wir sehen uns im antikap­i­tal­is­tis­chen Block!

Rev­o­lu­tionäre 1. Mai-Demo:
18 Uhr Lausitzer Platz (Berlin-Kreuzberg)

29.4. um 20.00 Uhr in der Olga(Potsdam)

“The­menabend zum 1. Mai”
Ref­er­entIn­nen
Film (“20 Jahre Rev­o­lu­tu­inär­er 1. Mai in Berlin”)

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