26. April 2007 · Quelle: Opferperspektive

Rassistischer Angriff während der Fußball-WM

Ter­min wurde kurzfristig aufge­hoben(Stand: 26.04.2007)
Hier die Pressemit­teilung vom 25.04.2007:

Vor dem Pots­damer Amts­gericht find­et am 26. April um 9.00 Uhr der
Prozess gegen einen Fußball­fan statt, der während der Welt­meis­ter­schaft
im ver­gan­genen Jahr den Besitzer eines Pots­damer Döner­im­biss­es
ras­sis­tisch belei­digt und gewürgt haben soll.

Am 24. Juni 2006 feierten Fußball­fans am Pots­damer Haupt­bahn­hof den Sieg
der deutschen National­mannschaft über Schwe­den im Achtel­fi­nale. Als zwei
junge Män­ner gegenüber ein­er Gruppe Fans die Worte »Scheiß-Deutsch­land«
äußerten, rot­teten sich etwa 15 bis 20 Deutsch­land-Anhänger spon­tan
zusam­men, um die bei­den »zur Rede zu stellen«. Die jun­gen Män­ner
flüchteten in einen nahe gele­ge­nen türkischen Imbiss. Der
Imbiss­be­treiber ver­suchte die bei­den Män­ner vor den aggres­siv­en Fans in
Schutz zu nehmen und ver­langte, diese soll­ten seinen Imbiss ver­lassen.

Dem Fußball­fan Andreas S. wird vorge­wor­fen, den Imbiss­be­treiber
daraufhin als »Scheiß-Türke« belei­digt und darüber hin­aus geäußert zu
haben: »Geh’ dahin zurück wo du hergekom­men bist!« Andreas S. soll den
Mann gewürgt haben, so dass dieser keine Luft mehr bekam.

Der Imbiss­be­treiber hat angegeben, den Angreifer weggestoßen zu haben,
um sich aus dem Würge­griff zu befreien. In einem Par­al­lelver­fahren wird
gegen ihn wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung ver­han­delt.

Die Ver­hand­lung gegen Andreas S. begin­nt um 9.00 Uhr im Saal 310.

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