3. Juni 2008 · Quelle: [a]alp

Keine Stimme den Nazis: Aktionstag 31.Mai 2008

Im Rah­men der Bran­den­burg­weit­en Kam­pagne „Keine Stimme den Nazis“ zu den Kom­mu­nal­wahlen 2008 entschlossen wir uns als [a] antifaschis­tis­che linke pots­dam eine Putza­k­tion gegen Nazipro­pa­gan­da durchzuführen. Beson­ders im Pots­damer Umland (Fahrland & Mar­quardt) ist diese weit ver­bre­it­et und prägt nicht sel­ten das Straßen­bild mit ihren anti­semi­tis­chen und ras­sis­tis­chen Inhal­ten. Dazu kommt, dass sich amtliche Stellen nur sel­ten dazu gemüßigt sehen, solche Nazis­chmier­ereien zeit­nah ent­fer­nen zu lassen. Einige Teile der am Sam­stag ent­fer­n­ten Objek­te kön­nen wir auf Feb­ru­ar diesen Jahres zurückdatieren.

Uns jeden­falls hat es gere­icht, und wir starteten am frühen Mor­gen des 31. Mais im Pots­damer Ort­steil Fahrland zu unser­er Putza­k­tion. Dort fan­den wir vor­wiegend Sch­ablo­nen­sprühereien mit dem Naziver­brech­er Horst Wes­sel und zahlre­iche weit­ere Nazipro­pa­gan­da vor (nähere Infos find­et Ihr unter http://www.aalp.de/content/view/38/30/).

Wir wur­den auf unser­er Tour durch den Ort vere­inzelt von Anwohner_innen zunächst zaghaft ange­sprochen und kon­nten dann aber nur pos­i­tive Reak­tio­nen fest­stellen – nicht zulet­zt weil sich für die Anwohner_innen im Laufe des Gesprächs her­ausstellte, dass wir engagierte linke Jugendliche sind. Lei­der kön­nen wir tat­säch­lich nicht sagen, ob Fahrland nun frei von jeglich­er Nazipro­pa­gan­da ist, oder ob noch vere­inzelte Faschoaufk­le­ber die Land­schaft beein­trächti­gen, da uns auch noch in Mar­quardt eine Menge großflächiger Nazis­chmier­ereien erwarteten. Hier ging es näm­lich weit­er und es stach uns beson­ders die Eisen­bah­nun­ter­führung hin­ter dem Ort­saus­gang in Rich­tung Pots­dam ins Auge, die nicht weniger als 23 teils ras­sis­tis­che, gewaltver­her­rlichende und nation­al­sozial­is­tis­che Parolen zierte.
Obwohl wir uns in den ver­gan­genen Tagen bere­its ein Bild von der Sit­u­a­tion vor Ort gemacht hat­ten, waren wir ins­ge­samt von der Fülle der Schmier­ereien und Aufk­le­ber unan­genehm über­rascht. Egal ob Stromkästen, Lat­er­nenpfäh­le, Hal­testellen, Straßen­schilder, Müll­ton­nen oder Brück­enpfeil­er – über­all doku­men­tierten und ent­fer­n­ten wir neon­azis­tis­che Propaganda.
Und da wie bere­its angedeutet der Aufwand noch nicht reichte um eine völ­lig nazipro­pa­gandafreies Kli­ma in der Region zu schaf­fen, wird es von unser­er Seite sicher­lich noch weit­ere Aktio­nen unter dem Mot­to „Halte deine Umwelt sauber“ geben. So lange geht auch an euch der Aufruf, Nazipro­pa­gan­da in euerem Stadt­teil zu doku­men­tieren und anschließend zu ent­fer­nen — Keinen Quadratzen­time­ter den Neonazis!

Straßen sauber­hal­ten – Neon­azis wegschrubben!

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