17. September 2015 · Quelle: Refugees in Potsdam

Keine Verbringung der Geflüchteten nach Eisenhüttenstadt!

Dies ist eine Ankündigung der Helfer*innen aus der Flüchtlingsunterkunft in der Heinrich-Mann-Allee

Wie wir heute im Laufe des Tages erfahren haben, plant das Bun­de­samt für Migra­tion und Flucht (BAMF) zusam­men mit dem bran­den­bur­gis­chen Innen­min­is­teri­um die in Pots­dam angekomme­nen Geflüchteten in die Erstauf­nahmestelle nach Eisen­hüt­ten­stadt zu ver­brin­gen. Die Men­schen, die hier Zuflucht suchen und erst­ma­lig seit Tagen, Wochen oder Monat­en dur­chat­men kön­nen, sollen eine erneute Reise auf sich nehmen, um sich in Eisen­hüt­ten­stadt reg­istri­eren zu lassen und dort auf ihre spätere Verteilung auf Land­kreise zu warten. Sie sollen dann mehrere Tage oder gar Wochen dort ver­brin­gen, um diese bürokratis­che Proze­dur abzuschließen.
Zu diesem unnöti­gen tech­nokratis­chen Ver­fahren sagen wir ganz klar “Nein!” Und wir wer­den diesem Nein auch Tat­en fol­gen lassen. Wir wer­den nicht zulassen, dass schw­erst trau­ma­tisierte Men­schen ein­mal mehr unnötig hin und her geschickt wer­den. Wir fordern das BAMF auf, die Reg­istrierung in Pots­dam umge­hend zu ermöglichen und war­nen den Bran­den­burg­er Innen­min­is­ter Schröter: Wir wer­den uns allen staatlichen Maß­nah­men ent­ge­gen­stellen, die sich gegen unsere Forderung richt­en.
Zur Zeit übernehmen und tra­gen wir klar sozial­staatliche Auf­gaben. Die Unterkun­ft in der Hein­rich-Mann-Allee funk­tion­iert und bietet auf­grund unseres Engage­ments eine Her­berge für mehr als 250 Per­so­n­en. Wir wer­den mit allen uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln durch­set­zen, dass die von staatlich­er Seite als notwendig erachtete Reg­istrierung der Flüchtlinge in Pots­dam erfol­gt.
Unsere Struk­turen sind zur Zeit bestens aufgestellt und schnell mobil­isier­bar. Wir war­nen hier­mit alle zuständi­gen Stellen uns her­auszu­fordern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Bere­its seit Aus­bruch der Coro­na-Pan­demie fordern zahlre­iche Organ­i­sa­tio­nen die Entzer­rung der Wohn­si­t­u­a­tion in den Sam­melun­terkün­ften, da ein aus­re­ichen­der Schutz vor dem Coro­n­avirus dort nicht gewährleis­tet wer­den kann.
Jede Gesellschaft würde unter diesen Bedin­gun­gen lei­den, doch gibt es spez­i­fis­che Fol­gen, die nur in waren­pro­duzieren­den Gesellschaften oder, anders gesagt, im Kap­i­tal­is­mus auftreten.
Am Son­ntag, dem 21. Juni 2020, fand in Pots­dams Tel­tow­er Vorstadt ein spon­tanes Kiez – und Straßen­fest mit Balkon­musik statt! Rund 300 Gäste schlossen sich der Ver­anstal­tung an.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot