25. September 2003 · Quelle: Jugendliche aus dem Barnim

Konzert vor der Kreisverwaltung

Gestern, am Mittwoch den 24.09.2003, haben etwa 150 Jugendliche vor der Kreisver­wal­tung von Barn­im-Uck­er­mark in Eber­swalde ihren Unmut kund­getan. Es ging wieder mal um Kürzun­gen im Jugend­bere­ich, die ver­hin­dert wer­den soll­ten. Die Abge­ord­neten der Kreisver­wal­tung soll­ten unter­stützt wer­den, ihren Jugend­förder­plan des let­zten Jahres weit­er zu unter­stützen und ihn nicht vom Dez­er­nen­ten Her­rn Gräfe über den Haufen wer­fen zu lassen. 

Die Jugendlichen ver­legten für einen Abend einen Teil der Jugen­dar­beit vor den Kreistag. Mit einem kleinen Konz­ert und vie­len bun­ten Schildern ver­sucht­en sie, die Abge­ord­neten auf ihre Sit­u­a­tion aufmerk­sam zu machen. In der Bürg­er­frages­tunde wur­den zwei Fra­gen an die Fraktionen
gerichtet, welche jedoch keine konkreten Aus­sagen nach sich zogen. 

Schließlich gab es den­noch einen Beschlus­santrag der Frak­tio­nen, der die Pla­nung­sun­sicher­heit der Träger aufheben sollte. Es wurde schließlich beschlossen, den Jugend­förder­plan als Grund­lage für die Hauhalt­s­pla­nung 2004 zu nehmen. Dadurch soll die Stel­lenre­duzierung durch die Kürzung der Arbeit­szeit aller Betrof­fe­nen auf 38,5 Wochen­stun­den abge­fan­gen wer­den. Die Ver­wal­tung wurde zusät­zlich aufge­fordert, unverzüglich den Trägern die Pla­nung­sun­sicher­heit für 2004 zu nehmen. 

Außer­dem kam ein Antrag durch, das Land zu verk­la­gen, da es die bis 2004 zuge­sagte Förderung frühzeit­ig kürzt. Wenn das alles nun auch so geschieht, kann unser Protest als klein­er Teil­er­folg ange­se­hen wer­den, auch wenn die Angestell­ten mit Kürzun­gen in Arbeit­szeit und Lohn rech­nen müssen. Nach der Essenspause gegen 20 Uhr ver­ab­schiede­ten wir uns vom Kreistag. Alles in allem war es ein gelun­gener Protest, die Stim­mung war gut und selb­st den Abge­ord­neten gefiel die Musik der Jugend. 

Das hat doch mal wieder gezeigt — Wider­stand lohnt sich.

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