16. Oktober 2019 · Quelle: Kulturbahnhof Biesenthal

Lesung: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Biesenthal – Am 20.10.2019 findet um 16:00 Uhr im Kulturbahnhof Biesenthal eine Lesung von Manja Präkels Debütroman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" mit anschließender Diskussion statt.

Am 20.10. um 16:00 Uhr
Lesung und Diskus­sion im Kul­tur­bahn­hof Biesenthal
Man­ja Präkels — Als ich mit Hitler Schnap­skirschen aß

Landleben zwis­chen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliv­er sind Nach­barskinder und Angel­fre­unde in ein­er kleinen Stadt an der Hav­el. Sie spie­len Fußball miteinan­der, leis­ten den Pio­nier­schwur und berauschen sich auf Fam­i­lien­festen heim­lich mit den Schnap­skirschen der Eltern. Mit dem Mauer­fall zer­bricht auch ihre Fre­und­schaft. Mimi sieht sich als der let­zte Pio­nier – Timur ohne Trupp. Oliv­er wird unter dem Kampf­na­men Hitler zu einem der Anführer mar­o­dieren­der Jugend­ban­den. In Winde­seile brin­gen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kon­trolle. Dann eskaliert die Sit­u­a­tion vollends …

Man­ja Präkels erzählt in ihrem Debütro­man vom Ver­schwinden der DDR in einem bran­den­bur­gis­chen Kle­in­stadtidyll, dem Auf­tauchen ver­loren geglaubter Gespen­ster, von Fre­und­schaft und Wut. 2018 wurde sie für ihren Debütro­man mit dem Anna Seghers-Preis aus­geze­ich­net. „Gegen die Ver­wirrun­gen unser­er Zeit set­zt Man­ja Präkels die Genauigkeit ihrer Sprache und ihrer Beobach­tung.“, begrün­det Juror Ralph Ham­merthaler seine Entscheidung.
Das Buch wurde zudem mit dem Kranich­stein­er Jugendlit­er­atur-Stipendi­um 2018 aus­geze­ich­net und ist für den Deutschen Jugendlit­er­atur­preis 2018 nominiert.
Aus der Jury-Begrün­dung: Präkels porträtiert eine Gen­er­a­tion, die den Nieder­gang der DDR abseits der Großstädte weniger als Befreiung denn als wider­sprüch­lich­es gesellschaftlich­es Ereig­nis erlebt. All dies gelingt ihr mit ein­er mal sach­lichen, mal poet­is­chen Sprache, die den Lesern Mimis Kind­heit­serin­nerun­gen eben­so anschaulich vor Augen führt wie die zunehmende Bek­lem­mung und Angst angesichts rechter Gewal­texzesse. Dieser Roman über das Jung­sein in einem sich verän­dern­den Land schließt eine Lücke im lit­er­arischen Schreiben über die Wiedervere­ini­gung Deutschlands.
http://www.kulturbahnhof-biesenthal.de/index.php?page=veranstaltungen&sub=lesung___

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