18. Februar 2016 · Quelle: Antifa Jugend Berlin

Letztes Update zur antifaschistischen Demonstration am 20. Februar

1485534077.previewInfoup­date für die antifaschis­tis­che Demon­stra­tion am 20. Feb­ru­ar in Bran­den­burg an der Hav­el
– Antifaschis­tis­che Mobil­isierung –
Während der gesamten Laufzeit der Kam­pagne nahm die Sol­i­dar­ität und Unter­stützung kon­tinuier­lich zu und wir sind sehr zuver­sichtlich eine für Bran­den­burg an der Hav­el große antifaschis­tis­che Demon­stra­tion durchzuführen. Im fol­gen­den Text wollen wir nochmal kurz die wichtig­sten Infos veröf­fentlichen und eine kurze Ein­schätzung zur Sit­u­a­tion in der Stadt, den Cops und den Neon­azis geben.
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– Die Stadt –
Im Zuge der Debat­te zur Benen­nung eines Ufer­weges oder Platzes nach Sven Beuter zeigte sich deut­lich, was lokale Politiker_innen und Presse erwarten: Krawall und Rem­midem­mi. Prob­lema­tisch hier­bei ist, dass sie das Gedenken der let­zten Jahre auf die eskalierte Demon­stra­tion im Jahre 1997 reduzieren. Sei­ther gab es wed­er Auss­chre­itun­gen noch Ver­haf­tun­gen, abge­se­hen von ver­hafteten Neon­azis und Pro­voka­tio­nen durch diese, trotz­dem ver­sucht­en sich SPD, CDU und AfD in ihrem Szenario für den 20. Feb­ru­ar gegen­seit­ig zu übertr­e­f­fen und rech­nen mit Auss­chre­itun­gen. Beson­ders tat sich dabei Nor­bert Langer­wisch, Stadtverord­neter der SPD, her­vor, der zum Zeit­punkt des Mordes an Sven Beuter und den Jahren danach Polize­ichef war und die Tat ver­mut­lich gerne als „unpoli­tisch“ abge­tan hätte. Auch unter sein­er Führung kam es 1997 zu Auss­chre­itun­gen, weil er die antifaschis­tis­che Mobil­isierung und die neon­azis­tis­chen Pro­voka­tio­nen unter­schätzte.
Trotz dieser Het­zkam­pagne ver­spüren wir inner­halb der Stadt auch Unter­stützung und Zus­pruch bei unserem Vorhaben, eine kämpferische Demon­stra­tion durchzuführen. So nah­men kon­tinuier­lich cir­ca 20 Per­so­n­en an unseren Abend­ver­anstal­tun­gen teil und wir beobachteten ger­ade in den let­zten Wochen, dass ver­mehrt Brandenburger_innen zu Protesten gegen die ras­sis­tis­chen Aufmärsche in Pots­dam und Rathenow gefahren sind.
– Die Cops –
Das Ver­hal­ten der Polizeikräfte und die Anzahl der einge­set­zten Bedi­en­steten lässt sich nur schw­er abschätzen. In der Regel ist die Polizei bei Ver­anstal­tun­gen von Neon­azis und dementsprechen­den Gegen­protesten immer mas­siv präsent gewe­sen, bei den ver­gan­genen Gedenkver­anstal­tun­gen hielt sie sich jedoch zurück und es wur­den nur wenige Bedi­en­stete einge­set­zt. Bish­er machte die Polizeiführung eher den Ein­druck, als woll­ten sie die Gedenkdemon­stra­tion ruhig und ohne größere Prob­leme durch­führen.
– Die Neon­azis–
Seit dem es ein Gedenken an den ermorde­ten Sven Beuter gibt, gehören neon­azis­tis­che Störun­gen der Ver­anstal­tun­gen dazu. So rech­nen wir auch in diesem Jahr damit, dass der Totschläger Sascha L. gemein­sam mit anderen Neon­azis wieder am Rande der Demon­stra­tion provozieren wird. Wir bit­ten alle Teilnehmer_innen in solch einem Fall beson­nen zu reagieren.
– Weit­ere Ter­mine –
Am 26. Feb­ru­ar heißt es in Oranien­burg die antifaschis­tis­chen Struk­turen vor Ort zu unter­stützen. Dort startet um 18 Uhr eine antifaschis­tis­che Demon­stra­tion vom Bahn­hof Oranien­burg. Am 05. März will das ras­sis­tis­che Bürg­er­bünd­nis Deutsch­land mit mehreren hun­dert Men­schen durch die havel­ländis­che Stadt Rathenow marschieren, auch diesen Auf­marsch gilt es nicht unwider­sprochen hinzunehmen.
Zuge­tr­e­ff­punk­te (gle­ich­er Zug):
Berlin-Alexan­der­platz | 09:50 Uhr | Abfahrt: 10:03 Uhr | Gleis 2
Berlin-Char­lot­ten­burg | 10:05 Uhr | Abfahrt: 10:21 Uhr | Gleis 3
Pots­dam-Haupt­bahn­hof | 10:25 Uhr | Abfahrt: 10:39 Uhr | Gleis 3
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– 20. Feb­ru­ar – 11 Uhr Haupt­bahn­hof, Bran­den­burg an der Hav­el –

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